  Die Linux Sound HOWTO
  Jeff Tranter (jeff_tranter@pobox.com), bersetzung Jens Vonderheide
  (Jens_Vonderheide@wharfrat.fido.de)
  v1.15, 8. September 1996, bersetzung 26. September 1996

  Dieser Text beschreibt die Sounduntersttzung fr Linux. Er listet die
  untersttzte Hardware auf, beschreibt, wie die Kerneltreiber konfigu
  riert werden und beantwortet hufig gestellte Fragen. Die Zielset
  zung ist, neuen Anwendern den Einstieg zu erleichtern und das
  Rauschen in den Usenet-Newsgroups und dem Fido-Echo niedrig zu halten.

  1.  Einleitung

  Dies ist die Linux Sound HOWTO. Sie wurde geschrieben als schnelle
  Referenz fr alles, was man ber Installation und Einrichtung von
  Sounduntersttzung unter Linux wissen mu. Hufig gestellte Fragen
  ber Sound unter Linux werden beantwortet und Verweise auf andere
  Informationsquellen zu vielen Themen, die mit computererzeugtem Sound
  und Musik zu tun haben, gegeben.

  Dieser Text beschrnkt sich auf die Aspekte von Soundkarten, die mit
  Linux zusammenhngen. Fr weitere Informationen betrachte man die
  Liste von Texten im Abschnitt Referenzen.

  1.1.  Anerkennungen

  Viele dieser Informationen kommen aus der Dokumentation, die zu dem
  Sourcecode des Soundtreibers gehrt, geschrieben von Hannu Savolainen
  (hannu@voxware.pp.fi). Dank geht an Hannu und die vielen anderen
  Leute, die die Linux-Kernelsoundtreiber und Utilities entwickelt
  haben.

  Dank dem Paket Linuxdoc-SGML gibt es diese HOWTO in mehreren Formaten,
  die alle aus einer Datei erstellt werden.

  1.2.  Versionsgeschichte

     Version 1.1
        Erste Version; wurde nur in den SOUND-Kanal der Linuxaktivisten-
        Mailingliste gepostet

     Version 1.2
        Kleinere Updates; die erste Version, die auf Archiv-Servern zur
        Verfgung stand.

     Version 1.3
        nach SGML konvertiert; jetzt in mehreren Formaten mittels Matt
        Welshs Linuxdoc-SGML-Programmen erhltlich; Aussehen durch das
        neue Format gendert, nur kleine nderungen am Inhalt

     Version 1.4
        kleine nderung von SGML; Antwort zur PAS16 und Adaptec1542A
        SCSI-Adapter-Inkompatibilitt hinzugefgt.

     Version 1.5
        2.5a Soundtreiber ist jetzt in der 1.1 Kerneldistribution;
        Hinweis auf GUS-MAX-Untersttzung; andere kleine Updates

     Version 1.6
        Information ber "no space on device"-Fehler hinzugefgt;
        Hinweis hinzugefgt, da Hacker's Guide in einem "versteckten"
        Verzeichnis ist; Frage zum bidirektionalen Modus hinzugefgt;
        Informationen ber "device busy"-Fehler; sonstige kleine
        nderungen

     Version 1.7
        Informationen ber ASP und AWE32 hinzugefgt; VoxWare 2.9 ist
        erhltlich; Antwort auf Frage zur Verwendung von IRQ2; Verweise
        auf Sound und SCSI HOWTOs

     Version1.8
        Frage zu Fehlern unter DOS hinzugefgt; viele kleine Sachen
        upgedated, um  dem Soundtreiber Version 2.90 zu entsprechen;
        Information ber DOOM; Antwort auf Rauschunterdrckung

     Version 1.9
        Fragen ber Aufnahme und Klon-Karten

     Version 1.10
        Hinweis, da HOWTO jetzt im WWW erhltlich ist, als gedruckte
        Ausgabe und als bersetzungen; Information ber DMA-Konflikt mit
        QIC-Bandtreibern; Informationen ber Sound Galaxy NX Pro und
        Logitech BusMouse

     Version 1.11
        Ein lange flliges Update (der Autor war beschftigt); das
        Dokument wurde unter GPL gesetzt; auf den Soundtreiber 3.0
        aktualisiert; Informationen ber viele neu untersttzte
        Soundkarten; mehr Informationen ber Konfiguration und
        Problembehebung; viele HTML-Verweise; dem Format der CD-ROM
        HOWTO angepat.

     Version 1.12
        neue Soundtreiber im 1.3.34 Kernel; neue Sounddevice-Namen;
        1542-Adresse ist 334 nicht 333; Klarstellung des Status von Labs
        Emu und ASP; Verweis auf die Webseiten von Creative Labs und
        MediaTrix.

     Version 1.13
        Hinweis auf den Namen VoxWare; neue untersttzte Soundkarten und
        Konfigurationsprobleme hinzugefgt; Frage wegen Plug& Play-
        Untersttzung; Frage wegen dem "block size"-Problem; neue
        xconfig und menuconfig-Optionen; modutils hat Sounddevice-
        Untersttzung; Hinweis auf Webseite des Autors; andere kleine
        nderungen

     Version 1.14
        Audio Excell DSP16 wird momentan nicht untersttzt (das sollte
        in einigen  Monaten wieder funktionieren); nderungen am
        Konfigurationsprogramm; italienische Version der HOWTO
        verfgbar; Trick, um die Mixereinstellungen beim Laden des
        Soundmoduls festzulegen; aktueller stabiler Kernel ist jetzt
        2.0; neuer Name fr den Soundtreiber; Frage wegen root-
        permissions der Sounddevice-Dateien.

     Version 1.15
        Einige Fragen entfernt, die sehr alt und inzwischen berflssig
        sind; neue e-Mail-Adresse des Autors; einige Verweise auf
        Software aktualisiert; weitere Informationen ber das
        Multimedia-Buch; kleinere Rechtschreib- und
        Grammatik-nderungen.

  1.3.  Geschichte der deutschen bersetzung

  Die deutsch-sprachigen Versionen sind reine bersetzung, die
  Geschichte stimmt daher weitestgehend mit der oben genannten
  Geschichte berein. Die erste bersetzte HOWTO war die Version 1.14,
  der bersetzer bemht sich, neue englisch- sprachige Version mglichst
  schnell einzubauen.  Gegenber dem englischen Original sind einige
  Formatierungen gendert, und der Abschnitt ber bersetzungen in
  andere Sprachen wurde weggelassen.

  1.4.  Neue Versionen dieses Dokuments

  Neue englisch-sprachige Versionen dieses Dokuments werden regelmig
  in die Newsgroup comp.os.linux.answers gepostet. Sie werden auch auf
  viele ftp-Servern geladen die solche Informationen archivieren, unter
  anderem sunsite.unc.edu:/pub/Linux/docs/HOWTO/.  Die aktuelle deutsche
  bersetzung gibt es mit anderen deutschen bersetzungen von HOWTOs
  unter ftp.heise.de:/pub  und ftp.uni-stuttgart.de:/pub/systems/linux
  /local/doc.

  Hypertext-Versionen von dieser und anderer Linux HOWTOs gibt es auf
  vielen WWW-Seiten, unter anderem http://sunsite.unc.edu/mdw/mdw.html.
  Die deutsche Version ist bei http://www.tu-harburg.de/~semb2204/dlhp/
  DE-Sound-HOWTO.html zu finden.

  Die meisten Linux CD-ROM-Distributionen enthalten die (englischen)
  HOWTOs, meistens im Verzeichnis /usr/doc, und es knnen auch gedruckte
  Ausgaben von vielen Hndlern gekauft werden.

  1.5.  Feedback

  Der Autor verlt sich auf den Leser, diese HOWTO sinnvoll zu machen.
  Jeder, der Hinweise, Korrekturen oder Kommentare hat, ist
  aufgefordert, sie einzusenden. Achten Sie bitte darauf, ob sich der
  Hinweis auf das englisch-sprachige Original (also den Inhalt) oder auf
  die bersetzung bezieht. Hinweise zum Original bitte an Jeff Tranter
  (jeff_tranter@pobox.com), zur bersetzung an Jens Vonderheide
  (Jens_Vonderheide@wharfrat.fido.de).  Im Zweifelsfall senden Sie die
  Hinweise besser an Jens Vonderheide, er leitet sie dann evtl. weiter.

  Der Autor Jeff Tranter ist auch bereit, generelle Fragen ber
  Soundkarten und Linux zu beantworten. Bevor Sie Fragen stellen, lesen
  Sie bitte alle Informationen in dieser HOWTO und senden Sie genaue
  Informationen ber das Problem.

  Wenn Sie dieses Dokument auf einer CD-ROM oder in gedruckter Form
  vertreiben, wrde sich der Autor ber eine Kopie freuen (der
  bersetzer auch :-) ). Schreiben Sie fr eine Postanschrift.  Bedenken
  Sie auch die Mglichkeit, eine Spende an das Linux Documentation
  Project zu entrichten, um kostenlose Dokumentationen fr Linux zu
  untersttzen. Wenden Sie sich an den Linux-HOWTO- Koordinator, Greg
  Hankins (gregp@sunsite.unc.edu) fr weitere Informationen.

  1.6.  Copyright

  Dieses Dokument ist urheberrechtlich geschtzt. Das Copyright fr die
  englische Sound-HOWTO, auf der dieses Dokument basiert, liegt bei Jeff
  Tranter. Das Copyright fr die deutsche bersetzung liegt bei bei Jens
  Vonderheide. Das Dokument darf gem der GNU GPL kostenlos verbreitet
  werden. Das bedeutet, da der Text sowohl ber elektronische wie auch
  physikalische Medien ohne die Zahlung von Lizenzgebhren verbreitet
  werden darf, solange dieser Copyright-Hinweis nicht entfernt wird.
  Eine kommerzielle Verbreitung ist erlaubt und sogar erwnscht. Bei
  einer Verbreitung in Papierform ist das deutsche HOWTO-Projekt
  hierber zu informieren.

  2.  Soundkarten-Technik

  Dieser Abschnitt liefert einen sehr kurzen berblick ber Computer-
  Audiotechnik, damit die Konzepte, die spter vorgestellt werden,
  besser verstanden werden. Es empfiehlt sich, ein Buch ber digitales
  Audio oder digitale Signalverarbeitung zu lesen, um mehr zu erfahren.

  Sound ist analog, er kann jeden Wert in einem durchgehenden Bereich
  annehmen. Computer sind digital, sie arbeiten mit diskreten Werten.
  Soundkarten verwenden einen sogenannten Analog-Digital-Wandler (A/D
  oder ADC), um Spannungen, die analogen Klangwellen entsprechen, in
  digitale oder numerische Werte umzuwandeln. Genauso wandelt ein
  Digital-Analog-Wandler (D/A oder DAC) die numerischen Werte wieder in
  eine analoge Spannung um, die ber einen Lautsprecher Klnge erzeugen
  kann.

  Die Umwandlung von Analog nach Digital, Sampling genannt, beinhaltet
  einige Fehlerquellen. Zwei Faktoren bestimmen, wie gut das gesamplete
  Signal mit dem Original bereinstimmt. Die Samplerate ist die Anzahl
  von Samples pro Zeiteinheit (blicherweise in Samples pro Sekunde oder
  Hertz angegeben).  Eine niedrige Samplingrate erzeugt ein weniger
  genaues Abbild des analogen Signals. Die Samplegre ist der Bereich
  von Werten, durch die jedes Sample dargestellt wird, blicherweise in
  Bits angegeben. Je hher die Samplegre, desto genauer wird das
  digitalisierte Signal sein.

  Soundkarten verwenden gewhnlich 8 oder 16 Bit-Samples bei
  Samplingraten zwischen 4000 und 44.000 Samples pro Sekunde. Die
  Samples knnen auch aus einem (Mono) oder zwei (Stereo) Kanlen
  bestehen.

  FM-Synthese ist eine ltere Technik der Klangerzeugung. Sie beruht auf
  der Kombination von verschiedenen Wellenformen (z.B. Sinus, Dreieck,
  Rechteck). FM-Synthese ist leichter in der Hardware zu implementieren
  als D/A-Wandlung, aber schwerer zu programmieren und weniger flexibel.
  Viele Soundkarten bieten FM-Synthese zur Kompatibilitt mit lteren
  Karten und Software. blicherweise besitzen sie mehrere unabhngige
  Klanggeneratoren oder Voices.

  Wavetable-Synthese kombiniert die Flexibilitt der D/A-Wandlung mit
  der Mehrkanal-Technik der FM-Synthese. Hiermit knnen digitalisierte
  Klnge in den Speicher geladen werden und dann mit geringer
  Prozessorbelastung abgespielt, kombiniert und verndert werden.
  Moderne Soundkarten untersttzen alle Wavetable-Synthese.

  Die meisten Soundkarten bieten Mixen. Hiermit werden Signale aus
  unterschiedlichen Eingangsquellen kombiniert und die Lautstrken
  kontrolliert.

  MIDI bedeutet Musical Instrument Digital Interface (Digitale
  Schnittstelle fr Musikinstrumente). Es ist ein standardisiertes
  Hardware- und Software-Protokoll, mit dem Musikinstrumente miteinander
  kommunizieren knnen. Die Ereignisse, die ber den Midi-Bus geschickt
  werden, knnen auch als MIDI-Dateien gespeichert und spter verndert
  und abgespielt werden. Viele Soundkarten besitzen eine MIDI-
  Schnittstelle. Diejenigen, die keine Schnittstelle besitzen, knnen
  trotzdem ber die eingebauten Fhigkeiten MIDI-Dateien abspielen.

  MOD-Dateien sind ein hufiges Format fr computererzeugte Lieder.
  Diese Dateien enthalten sowohl Informationen ber die Noten als auch
  digitalisierte Samples fr die Instrumente (oder Stimmen). MOD-Dateien
  kommen ursprnglich vom Amiga, knnen aber auf anderen Systemen, unter
  anderem Linux, mit geeigneter Software abgespielt werden.

  3.  Untersttzte Hardware

  Dieser Abschnitt listet die Soundkarten und -schnittstellen auf, die
  momentan von Linux untersttzt werden. Die Informationen basieren auf
  den neuesten Linuxkerneln zum Zeitpunkt des Schreibens.

  Der Soundtreiber hat seine eigenen Versionsnummern. Der aktuelle
  stabile Linux-Kernel ist 2.0.18 mit dem Soundtreiber 3.5.4-960630.

  Der Autor des Soundtreiber, Hannu Savolainen gibt normalerweise neuere
  Betaversionen des Soundtreibers als Kernelpatches heraus, bevor sie in
  die Standard-Kerneldistribution integriert werden.

  Diese Informationen sind nur auf Linux auf Intel-Plattformen
  anwendbar.  Einige Informationen knnten auf andere Architekturen
  bertragbar sein, aber der Autor wei darber nichts.

  3.1.  Soundkarten

  Die folgenden Soundkarten werden vom Linux-Kernel Soundtreiber
  untersttzt:

    ATI Stereo F/X

    AdLib

    Ensoniq SoundScape (und Kompatible von Reveal und Spea)

    Gravis Ultrasound

    Gravis Ultrasound ACE

    Gravis Ultrasound Max

    Gravis Ultrasound mit 16-Bit-Samplingoption

    Logitech Sound Man 16

    Logitech SoundMan Games

    Logitech SoundMan Wave

    MAD16 Pro (OPTi 82C929)

    Media Vision Jazz16

    MediaTriX AudioTriX Pro

    Microsoft Windows Sound System (MSS/WSS)

    Mozart (OAK OTI-601)

    Orchid SW32

    Personal Sound System (PSS)

    Pro Audio Spectrum 16

    Pro Audio Studio 16

    Pro Sonic 16

    Roland MPU-401 MIDI Interface

    Sound Blaster 1.0

    Sound Blaster 16

    Sound Blaster 16ASP

    Sound Blaster 2.0

    Sound Blaster AWE32

    Sound Blaster Pro

    TI TM4000M notebook

    ThunderBoard

    Turtle Beach Tropez

    Yamaha FM Synthesizer (OPL2, OPL3 und OPL4)

    6850 UART MIDI Interface

  Die folgenden Karten werden nicht untersttzt, entweder weil sie
  veraltet sind oder weil der Hersteller die Programmierinformationen
  nicht freigibt, die fr einen Treiber bentigt werden:

    Pro Audio Spectrum (Original)

    Pro Audio Spectrum+

    ltere (auf Sierra Aria basierende) Soundkarten von Diamond

  Karten mit einem Plug&Play-Protokoll werden momentan nicht
  untersttzt, dies ist aber geplant.

  Andere Soundkarten, die angeblich mit einer der untersttzten
  Soundkarten kompatibel sind, knnen funktionieren, wenn sie Hardware-
  (also Register-) kompatibel sind. Einige Karten, die als "100%
  SoundBlaster kompatibel" beschrieben werden, sind nicht Register-
  kompatibel.  Einige Tips, wie kompatible Karten zum Laufen gebracht
  werden knnen, finden sich spter im Text. Wer eine Karte besitzt, die
  funktioniert und nicht in der Liste aufgefhrt ist, mge dies dem
  Autor mitteilen.

  Der Linux-Kernel untersttzt den SCSI-Port auf einigen Soundkarten
  (z.B. ProAudioSpectrum 16) und die Schnittstelle fr einige CD-ROM
  Laufwerke (z.B. Soundblaster Pro). Siehe dazu die Linux SCSI HOWTO und
  die CDROM HOWTO.

  Es gibt ein ladbares Kernelmodul, das Joystickports untersttzt, auch
  die auf einigen Soundkarten.

  Hinweis: Die SCSI-, CD-ROM-, Joystick- und Soundtreiber sind vllig
  unabhngig von einander.

  Fr die aktuellsten Informationen ber den Soundtreiber sollte man
  Hannu Savolainen's Homepage besuchen, die im Referenzabschnitt
  aufgefhrt wird.

  3.2.  Alternative Soundtreiber

  Es gibt einige "inoffizielle" Soundtreiber, die nicht in der Standard-
  Kerneldistribution enthalten sind und statt eines Standardtreibers
  verwendet werden.

  Eine kommerzielle Version des Linux Soundtreibers wird von 4Front
  Technologies vertrieben. Er bietet einige weitere Fhigkeiten als die
  kostenlose Version, die zum Linuxkernel gehrt. Weitere Informationen
  findet man auf der Webseite 4Front Technologies http://www.4front-
  tech.com/.

  Markus Mummert (mum@mmk.e-technik.tu-muenchen.de) hat ein Treiberpaket
  fr die Turtle Beach MultiSound (klassisch), Tahiti und Monterey-
  Sounkarten geschrieben. Die Dokumentation sagt:

       Er wurde fr qualitativ hochwertiges Aufnehmen/Abspielen auf
       der Festplatte entwickelt, ohne da selbst auf einem
       belasteten System  Timingprobleme auftreten. Andere
       Fhigkeiten, wie Wavesynthese, MIDI und der digitale Signal
       prozessor (DSP) knnen nicht genutzt werden. Er ersetzt zur
       Zeit VoxWare und wurde mit mehreren Kernelversionen von
       1.0.9 bis 1.2.1 getestet. Er ist auch auf UN*X
       SysV386R3.2-Systemen installierbar."

  Er ist bei http://www.cs.colorado.edu/~mccreary/tbeach erhltlich.

  Kim Burgaard (burgaard@daimi.aau.dk) hat einen Devicetreiber und
  Utilities fr die Roland MPU-401 MIDI-Schnittstelle entwickelt. In der
  Linux Softwaremap steht folgende Beschreibung:

       "Ein Devicetreiber fr echt Roland MPU-401 kompatible MIDI-
       Schnittstellen (unter anderem Roland SCC-1 und
       RAP-10/ATW-10).  Kommt mir einer sinnvollen Sammlung von
       Utilities, dabei ein Standard-MIDI-Abspieler und -rekorder."

       Seit der Version 0.11a wurden zahlreiche Verbesserungen
       vorgenommen. Unter anderem hat der Treiber jetzt IRQ-Sharing
       und stimmt mit der neuen Kernel-Modulschnittstelle berein.
       Metronom, Synchronisationsmglichkeiten, z.B. Grafiken auf
       einer Schlag/Minute-Basis ohne Przisionsverlust, fort
       geschrittene Abspiel/Aufnahme/Nachvertonungs-Schnittstelle
       und viel, viel mehr."

  Er ist bei sunsite.unc.edu:/pub/Linux/kernel/sound/mpu401-0.2.tar.gz
  erhltlich.

  3.3.  PC-Lautsprecher

  Es gibt einen alternativer Soundtreiber, der ohne zustzliche Hardware
  auskommt; er verwendet den internen PC-Lautsprecher. Er ist zum
  grten Teil Software-kompatibel mit dem Soundkartentreiber, liefert
  aber, wie erwartet, eine wesentlich schlechtere Qualitt und
  verbraucht mehr CPU-Leistung. Die Ergebnisse sind unterschiedlich,
  abhngig vom verwendeten Lautsprecher.  Weitere Informationen finden
  sich in der Dokumentation der Treibers.

  Die aktuelle Version ist 0.9b und ist bei ftp.informatik.hu-berlin.de:
  /pub/os/linux/hu-sound/ erhltlich.

  3.4.  Parallele Schnittstelle

  Eine andere Mglichkeit besteht darin, mit Hilfe der
  Druckerschnittstelle und einigen weiteren Bestandteilen einen Digital-
  Analog-Wandler zu bauen. Das bietet eine bessere Klangqualitt als der
  PC-Lautsprecher, kostet aber immer noch viel Prozessorleistung.  Das
  oben genannte PC-Soundtreiberpaket untersttzt dies und liefert eine
  Anleitung, um die ntige Hardware zu bauen.

  4.  Installation

  Die Konfiguration der Sounduntersttzung von Linux luft in folgenden
  Schritten ab:

  1. Installation der Soundkarte

  2. Konfiguration und Compilierung des Kernels fr Sounduntersttzung

  3. Erstellung der Devicedateien

  4. Booten von Linux und Test der Installation

  Die nchsten Abschnitte behandeln jeden dieser Schritte detailiert.

  4.1.  Installation der Soundkarte

  Man folge der Anleitung der Soundkarte oder lasse sie vom Hndler
  einbauen.

  ltere Soundkarten besitzen blicherweise Schalter oder Jumper, um
  IRQ, DMA-Kanal u.. einzustellen; man merke sich die verwendeten
  Einstellungen. Im Zweifelsfall sollten die Standardeinstellungen
  verwendet werden. Dabei sind Konflikte mit anderen Karten (z.B.
  Ethernetkarten, SCSI-Controller, serielle und parallele
  Schnittstellen) zu vermeiden.

  4.2.  Konfiguration des Kernels

  Bei der ersten Installation von Linux wurde vermutlich ein
  vorcompilierter Kernel verwendet. Diese Kernel bieten normalerweise
  keine Sounduntersttzung.  Am besten compiliert man den Kernel selbst
  mit den bentigten Treibern neu. Es bietet sich auch an, den Kernel
  neu zu compilieren, wenn man auf eine neuere Version umsteigen will
  oder Speicher sparen will, indem die Gre des Kernels verringert
  wird.

  Die Linux Kernel HOWTO liefert genauere Informationen, wie ein Kernel
  compiliert wird. Hier werden nur einige Punkte, die spezifisch fr
  Soundkarten sind, erwhnt.

  Wer noch nie einen Kernel mit Sounduntersttzung compiliert hat,
  sollte alle Readme-Dateien fr die Kernel-Soundtreiber lesen,
  besonders Informationen fr die jeweilige Soundkarte. Die folgenden
  Dokumentationen befinden sich im Verzeichnis der Kernel-Soundtreiber,
  meistens in /usr/src/linux/drivers/sound:

  CHANGELOG         - Beschreibung der nderungen in jedem Release
  COPYING           - Kopier- und Copyright-Einschrnkungen
  Readme            - aktuellste und wichtigste Neuigkeiten
  Readme.aedsp16    - Informationen ber die Audio Excel DSP 16 Soundkarte
  Readme.cards      - Hinweise fr spezielle Soundkarten
  Readme.linux      - Hinweise zur Installation separater Soundtreiber
  Readme.v30        - Neue Fhigkeiten des Soundtreibers Version 3.0
  experimental.txt  - Hinweise auf experimentelle Fhigkeiten

  Nun folge man den blichen Vorgehensweisen, um den Kernel zu
  compilieren.  Momentan gibt es drei Mglichkeiten der Konfiguration.
  "make xconfig" liefert eine grafische Benutzerschnittstelle unter X11,
  ein Mensystem im Textmodus ergibt "make menuconfig". Im weiteren wird
  von der traditionellen Kommandozeilen-Konfiguration mit "make config"
  ausgegangen, der Proze ist aber in jedem Fall gleich.

  Es ist auch mglich, den Soundtreiber als ein ladbares Modul zu bauen.
  Es wird empfohlen, zuerst den Treiber fest in den Kernel zu
  compilieren.  Sobald alles funktioniert kann er als Modul verwendet
  werden.

  Wenn man make config aufruft, wird die Sounduntersttzung aktiviert,
  indem mit "y" auf die Frage

       Sound card support (CONFIG_SOUND) [M/n/y/?]

  geantwortet wird.

  Am Ende der Konfigurationsfragen wird ein Soundkonfigurationsprogramm
  compiliert und ausgefhrt, das dann nach den Soundoptionen fragt.  Bei
  der Beantwortung dieser Fragen sollte man sehr vorsichtig sein, denn
  eine falsch beantwortete Frage kann dazu fhren, da sptere Fragen
  nicht gestellt werden. Zum Beispiel darf man nicht mit "y" auf die
  erste Frage (PAS16) antworten, wenn man keine PAS16 besitzt. Man
  sollte auch nicht mehr Treiber aktivieren, als man wirklich braucht,
  sie verschwenden nur Speicher. Auerdem knnen einige Treiber (wie
  MPU401) einen Konflikt mit dem SCSI-Controller verursachen, der das
  Booten des Kernels verhindern kann.

  Im folgenden findet sich eine kurze Beschreibung jeder Dialogoption.
  Man beantworte jede Frage mit "y" (ja) oder "n" (nein).  Die
  Standardvorgabe ist gro markiert, d.h. "[Y/n/?]"  bedeutet "y" als
  Standard und umgekehrt "[N/y/?]" "n".  Um die Standardwerte zu
  verwenden, reicht es, einfach Enter zu drcken, aber diese sind nicht
  unbedingt korrekt.

  Die Eingabe von "?" liefert eine kurze Beschreibung der Option.

  Man beachte, da evtl. nicht alle Fragen gestellt werden. Abhngig von
  frheren Einstellungen kann das Konfigurationsprogramm einige Fragen
  berspringen oder auch einige Einstellungen automatisch whlen.

     Old configuration exists in /etc/soundconf. Use it [Y/n/?]
        Wenn man den Kernel schon einmal mit Sounduntersttzung
        compiliert hat, kann die vorherige Konfiguration gesichert
        werden. Wenn man diese verwenden will, antworte man mit "y. Will
        man eine andere Konfiguration ausprobieren oder auf einen neuen
        Kernel umgestiegen ist, sollte man "n" antworten und den
        Konfigurationsproze durchlaufen.

     ProAudioSpectrum 16 support [Y/n/?]
        Man antworte "y" nur dann, wenn man wirklich eine Pro Audio
        Spectrum 16, ProAudio Studio 16 oder Logitech SoundMan 16
        besitzt. Man darf nicht mit "y" antworten, wenn man eine andere
        Karte von Media Vision oder Logitech besitzt, denn diese sind
        nicht PAS16-kompatible.

     SoundBlaster support [Y/n/?]
        Wenn man eine original Soundblaster-Karte von Creative Labs oder
        einen 100% hardwarekompatiblen Klon (wie die Thunderboard oder
        SM Games) besitzt, sollte man hier "y" antworten. Wenn die Karte
        in der Liste der untersttzten Karten steht, sehe man in die
        Readme.cards, bevor man diese Frage beantwortet. Eine unbekannte
        Karte knnte mit "y" funktionieren, wenn sie SoundBlaster-
        kompatibel sein soll.

     Gravis Ultrasound support [Y/n/?]
        Man antworte mit "y", wenn man eine GUS oder GUS MAX hat.
        Ansonsten unbedingt "n" antworten, die dieser Treiber viel
        Speicher verbraucht.

     MPU-401 support (NOT for SB16) [Y/n/?]
        Mit dieser Frage mu man sehr vorsichtig sein. Die MPU-401
        Schnittstelle wird von fast allen Soundkarten untersttzt.
        Allerdings haben einige direkt untersttzte Soundkarten ihren
        eigenen Treiber fr MPU-401. Wenn man bei diese Karten die
        MPU-401 Untersttzung aktiviert, erzeugt man einen Konflikt.  Es
        kann auch Probleme bringen, wenn man MPU-401 aktiviert, obwohl
        man berhaupt keine MPU-401 Schnittstelle im System hat. Wenn
        die Karte in der Liste der untersttzten Karten steht, liefert
        Readme.cards weitere Informationen. Es gibt keine Probleme, mit
        "y" zu antworten, wenn man eine wirkliche MPU-401 MIDI
        Schnittstellenkarte hat.

     6850 UART Midi support [Y/n/?]
        Es ist sicher, immer mit "n" zu antworten. Die 6850 UART-
        Schnittstelle wird sehr selten verwendet.

     PSS (ECHO-ADI2111) support [Y/n/?]
        Man antworte "y" nur dann, wenn man eine Orchid SW32, Cardinal
        DSP16 oder eine andere Karte besitzt, die auf dem PSS-Chipsatz
        (AD1848 codec + ADSP-2115 DSP Chip + Echo ESC614 ASIC CHIP)
        basiert.

     16 bit sampling option of GUS (not GUS MAX) [Y/n/?]
        Hier sollte man mit "y" antworten, wenn man die 16bit-Sampling-
        Tochterkarte fr die GUS hat. Besitzt man eine GUS MAX, antworte
        man mit "n", diese Option deaktiviert die GUS MAX-Untersttzung.

     GUS MAX support [Y/n/?]
        Nur wenn man eine GUS MAX besitzt, sollte man mit "y" antworten.

     Microsoft Sound System support [Y/n/?]
        Man sollte wieder grndlich nachdenken, bevor man "y" antwortet.
        Es ist sicher, mit "y" zu antworten, wenn man die original
        Microsoft Windows Sound System-Karte oder die Aztech SG 16 Pro
        (oder NX16 Pro) verwendet. Man kann auch mit "y" antworten, wenn
        die Karte nicht weiter oben in dieser Datei aufgefhrt wurde.
        Fr Karten, die VoxWare-Untersttzung besitzen, lese man die
        Readme.cards. Einige Treiber haben ihre eigene MSS-
        Untersttzung, es gibt einen Konflikt, wenn man dann diese
        Option aktiviert.

     Ensoniq Soundscape support [Y/n/?]
        Man antworte mit "y", wenn man eine Soundkarte, die auf dem
        Ensoniq SoundScape-Chipsatz basiert. Solche Karten werden
        zumindest von Ensoniq, Spea und Reveal (Reveal stellt auch
        andere Karten her) hergestellt.

     MediaTriX AudioTriX Pro support [Y/n/?]
        Man antworte mit "y", wenn man die AudioTriX Pro hat.

     Support for MAD16 and/or Mozart based cards?
        Man antworte mit "y", wenn die Karte einen Mozart (OAK OTI-601)
        oder MAD16 (OPTi 82C928 oder 82C929) Audiointerfacechip besitzt.
        Diese Karten sind momentan ziemlich hufig, so da viele NoName-
        Karten einen dieser Chips haben. Auerdem wird der MAD16-Chip in
        einigen Karten von bekannten Herstellern verwendet, wie Turtle
        Beach (Tropez), Reveal (einige Modelle) und Diamond (die
        aktuellsten).

     Support for Crystal CS4232 based (PnP) cards [Y/n/?]
        Wenn man eine Karte mit dem Crystal CS4232-Chipsatz hat, sollte
        man hier mit "y" antworten.

     Support for Turtle Beach Wave Front (Maui, Tropez) synthesizers
        [Y/n/?]"  Hat man eine dieser Karten, so antworte man mit "y".

     SoundBlaster Pro support [Y/n/?]
        Man aktiviere diese Option, wenn man eine SoundBlaster Pro oder
        SoundBlaster 16 oder einen SoundBlaster Pro-Klon besitzt. "n"
        spart etwas Speicher, aber "y" ist die sichere Alternative.

     SoundBlaster 16 support [Y/n/?]
        Diese Option sollte man aktivieren, wenn man einen SoundBlaster
        16 (auch AWE32) besitzt.

     Audio Excel DSP 16 initialization support [Y/n/?]
        Man aktiviere dies, wenn man eine Audio Excel DSP16-Karte
        besitzt.  Siehe Readme.aedsp16.

  Das Konfigurationsprogramm stellt dann einige Fragen ber Dienste auf
  einer hheren Stufe. Es wird empfohlen, auf jede dieser Fragen mit "y"
  zu antworten.

     /dev/dsp and /dev/audio support (usually required) [Y/n/?]
        "n" deaktiviert /dev/dsp und /dev/audio, die Devices zur A/D-
        und D/A-Wandlung.

     MIDI interface support [Y/n/?]
        "n" deaktiviert die /dev/midixx Devices und den Zugriff auf alle
        MIDI-Ports mit /dev/sequencer und /dev/music. Diese Option
        betrifft auch alle MPU401- und/oder General MIDI-kompatiblen
        Devices.

     FM synthesizer (YM3812/OPL-3) support [Y/n/?]
        Hier sollte mit "y" geantwortet werden.

     /dev/sequencer support [Y/n/?]
        "n" deaktiviert /dev/sequencer und /dev/music.

     Do you want support for the mixer of SG NX Pro ?
        Hier antworte man mit "y", wenn man eine Sound Galaxy NX Pro
        besitzt und Untersttzung fr ihre erweiterten Mixerfunktionen
        will.

     Do you want support for the MV Jazz16 (ProSonic etc.) ?
        Man antworte mit "y", wen man eine MV Jazz16 Soundkarte besitzt.

     Do you have a Logitech SoundMan Games [Y/n/?]
        Man antworte mit "y", wenn man eine Logitech SoundMan Games
        Soundkarte besitzt.

  Nach diesen Fragen fragt das Konfigurationsprogramm nach den
  kartenspezifischen Konfigurationsinformationen. blicherweise wird nur
  nach I/O-Adresse, IRQ und DMA gefragt. Bei einigen Karten fragt das
  Programm nach Dateien, die whrend der Initialisierung der Karte
  verwendet werden. Diese werden von Karten verwendet, die einen DSP-
  Chip oder Mikroprozessor haben, der initialisiert werden mu, indem
  ein Programm (Microcode) in die Karte geladen wird. In einigen Fllen
  wird dieses Programm vom Konfigurationsprogramm in eine .h-Datei
  geschrieben und whrend der Compilierung in den Treiber eingefgt.
  Wiederum stehen weitere Informationen in der Datei Readme.cards.

  Am Ende wird gefragt:

       The sound driver is now configured.
       Save copy of this configuration to /etc/soundconf [Y/n/?]

  Normalerweise wird hier "y" geantwortet, so da man beim spteren
  neuen Compilieren die gleiche Konfiguration verwendet werden kann.

  Wenn man von einem lteren Soundtreiber aufsteigt, mu man darauf
  achten, da die Dateien /usr/include/sys/soundcard.h und
  /usr/include/sys/ultrasound.h symbolische Links auf die entsprechenden
  Dateien in /usr/include/linux sind, oder da sie nur die Zeilen
  #include <linux/soundcard.h> beziehungsweise #include
  <linux/ultrasound.h> enthalten.

  Jetzt ist alles zum Compilieren und Installieren des Kernels bereit.

  4.3.  Erstellung der Devicedateien

  Wenn der Kernelsoundtreiber zum ersten mal konfiguriert wird, mssen
  noch die Sound-Devicedateien erstellt werden. Am einfachsten geschieht
  dies, indem das kurze Shellscript am Ende von Readme.linux in das
  Verzeichnis /usr/src/linux/drivers/sound ausgeschnitten wird und als
  root ausgefhrt wird.

  Wenn die Deviceeintrge schon existieren, kann das Script trotzdem
  ausgefhrt werden, wenn man nicht sicher ist, da sie korrekt sind.

  Einige ltere Linux-Distributionen installieren Scripte, die falsche
  Sound-Devicedateien erstellen. Es kann auch ein Script /dev/MAKEDEV
  existieren, um Devicedateien zu erstellen. Es ist vorteilhafter, das
  Script aus dem Kernel-Soundtreiber zu verwenden, da es immer aktuell
  ist.

  Nach der Ausfhrung des Scripts sollten die Sound-Devicedateien in
  etwa so aussehen:

  lrwxrwxrwx   1 root        11 Aug 22 00:01 audio -> /dev/audio0
  crw-rw-rw-   1 root   14,   4 Aug 22 00:01 audio0
  crw-rw-rw-   1 root   14,  20 Aug 22 00:01 audio1
  lrwxrwxrwx   1 root         9 Aug 22 00:01 dsp -> /dev/dsp0
  crw-rw-rw-   1 root   14,   3 Aug 22 00:01 dsp0
  crw-rw-rw-   1 root   14,  19 Aug 22 00:01 dsp1
  crw-rw-rw-   1 root   14,   2 Aug 22 00:01 midi00
  crw-rw-rw-   1 root   14,  18 Aug 22 00:01 midi01
  crw-rw-rw-   1 root   14,  34 Aug 22 00:01 midi02
  crw-rw-rw-   1 root   14,  50 Aug 22 00:01 midi03
  crw-rw-rw-   1 root   14,   0 Aug 22 00:01 mixer
  crw-rw-rw-   1 root   14,  16 Aug 22 00:01 mixer1
  crw-rw-rw-   1 root   14,   8 Aug 22 00:01 music
  crw-rw-rw-   1 root   14,  17 Aug 22 00:01 patmgr0
  crw-rw-rw-   1 root   14,  33 Aug 22 00:01 patmgr1
  crw-rw-rw-   1 root   14,   1 Aug 22 00:01 sequencer
  lrwxrwxrwx   1 root        10 Aug 22 00:01 sequencer2 -> /dev/music
  crw-rw-rw-   1 root   14,   6 Aug 22 00:01 sndstat

  Besondere Aufmerksamkeit sollte den Devicenamen und den "major" und
  "minor" Devicenummern gelten, die in der 4. und 5. Spalte aufgefhrt
  werden.

  Wer den PC-Lautsprecher-Treiber verwendet, sollte die Dokumentation in
  diesem Paket lesen, um zu erfahren, welche Devicedateien erstellt
  werden mssen.

  Normalerweise sollte die Konfiguration bei der Erstellung der Kernels
  fr den Soundkartentreiber geeignet sein. Es ist auch mglich, ber
  die Kernel-Kommandozeile (z.B. mit LILO) Parameter an den den
  Soundtreiber zu bergeben. Diese werden in der Datei Readme.linux
  definiert. Es ist nur selten notwendig, diese zu verwenden. Sie sind
  hauptschlich dafr gedacht, einen Kernel fr Bootdisketten zu
  erstellen, die viele verschiedenen Soundkarten untersttzen.

  4.4.  Booten von Linux und Testen der Installation

  Jetzt sollte alles bereit sein, um den neuen Kernel zu booten und die
  Soundtreiber zu testen. Man folge der blichen Vorgehensweise, um den
  Kernel zu installieren und neu zu booten (man sollte den alten Kernel
  aufheben, falls es Probleme gibt).

  Whrend des Bootens sollte man auf eine hnliche Nachricht wie die
  folgende achten (wenn sie zu schnell vorbei scrollen, kann man sie
  auch spter mit dmesg lesen):

       snd2 <SoundBlaster Pro 3.2> at 0x220 irq 5 drq 1
       snd1 <Yamaha OPL-3 FM> at 0x388 irq 0 drq 0

  Das sollte mit der verwendeten Soundkarte und Jumpereinstellung
  bereinstimmen.

  Der Treiber knnte auch einige Fehler oder Warnungen anzeigen. Darauf
  sollte man nach beim ersten Booten achten.

  Als nchsten sollte man die Datei /dev/sndstat berprfen.  Die
  Soundtreiber-Statusdatei sollte weitere Informationen darber liefern,
  ob der Treiber richtig initialisiert wurde. Die Ausgabe sollte in etwa
  so aussehen:

       % cat /dev/sndstat
       Sound Driver:3.5.2-960330 (Tue  4 16:31:10 EDT 1996 root,
       Linux fizzbin 2.0.0 #1 Mon Jun 3 16:59:37 EDT 1996 i386)
       Kernel: Linux fizzbin 2.0.0 #1 Tue Jun 4 16:57:55 EDT 1996 i386
       Config options: a80002

       Installed drivers:
       Type 1: OPL-2/OPL-3 FM
       Type 2: SoundBlaster
       Type 6: SoundBlaster 16bit
       Type 7: SB MPU

       Card config:
       SoundBlaster at 0x220 irq 5 drq 1,5
       OPL-2/OPL-3 FM at 0x388 irq 0 drq 0

       Audio devices:
       0: SoundBlaster Pro 3.2

       Synth devices:
       0: Yamaha OPL-3

       Midi devices:
       0: SoundBlaster

       Timers:
       0: System clock

       Mixers:
       0: SoundBlaster

  Jetzt ist alles bereit, um eine einfache Sounddatei abzuspielen.  Man
  suche sich eine Beispielsdatei und sende sie zum Sounddevice als
  grundlegenden Test der Soundausgabe, z.B.

       % cat endoftheworld >/dev/dsp
       % cat crash.au >/dev/audio

  (Man achte darauf, da man nicht das ">" vergit).

  Einige Beispielsdateien sind bei
  tsx-11.mit.edu:/pub/linux/packages/sound/snd-data-0.1.tar.Z
  erhltlich.

  Jetzt kann die Aufnahme berprft werden. Wenn man die Mglichkeit zur
  Aufnahme hat, kann man einen schnellen Test machen, indem man
  folgendes eingibt:

  # 4 Sekunden Audio vom Mikrofon aufnehmen
  EDT% dd bs=8k count=4 </dev/audio >sample.au
  4+0 records in
  4+0 records out
  # Sound wieder abspielen
  % cat sample.au >/dev/audio

  Natrlich braucht man hierfr ein Mikrofon, das an die Soundkarte
  angeschlossen sein mu und man sollte in es sprechen. Evtl. braucht
  man auch ein Mixerprogramm, um das Mikrofon als Eingabegert
  einzustellen und die Verstrkung einzustellen.

  Wenn diese Tests gelingen, ist es sehr wahrscheinlich, da die
  Hardware und Software funktioniert. Bei Problemen lese man den
  nchsten Abschnitt.

  4.5.  Fehlerbehebung

  Wenn es trotz der Anleitung immer noch Probleme gibt, sind hier einige
  Sachen zu berprfen. Die Punkte sind in aufsteigender Komplexitt
  aufgefhrt. Wenn ein Test fehlschlgt, ist zuerst das Problem zu
  lsen, bevor mit dem nchsten Punkt fortgefahren wird.

  4.5.1.  wird Schritt 1: berprfen, ob wirklich der compilierte Kernel
  verwendet

  Man kann den Datumsstempel des Kernels berprfen, um zu sehen, ob man
  den mit Sounduntersttzung compilierten Kernel verwendet. Dafr gibt
  es den uname-Befehl:

       % uname -a
       Linux fizzbin 2.0.0 #1 Tue Jun 4 16:57:55 EDT 1996 i386

  Die Information steht auch in der Datei /proc/version:

       % cat /proc/version
       Linux version 2.0.0 (root@fizzbin) (gcc version 2.7.0)
       #1 Tue Jun 4 16:57:55 EDT 1996

  Wer der Datumsstempel nicht mit der Zeit, als der Kernel compiliert
  wurde, bereinstimmt, verwendet man einen alten Kernel. Wurde wirklich
  neu gebootet? Wenn LILO verwendet wird, wurde es neu installiert
  (blicherweise durch /etc/lilo/install oder /sbin/lilo)? Wenn von
  einer Floppy gebootet wird, wurde eine neue Bootdiskette erstellt und
  beim Booten verwendet? Wenn mit LOADLIN von DOS aus gebootet wird,
  wurde der neue Kernel in das richtige DOS-Verzeichnis kopiert?

  4.5.2.  Schritt 2: berprfen, ob die Soundtreiber eincompiliert wur
  den

  Man kann sehen, welche Treiber eincompiliert sind, indem man
  /proc/devices betrachtet:

       % cat /proc/devices
       Character devices:
        1 mem
        4 tty
        5 cua
        6 lp
       14 sound
       15 Joystick

       Block devices:
        2 fd
        3 hd
       25 sbpcd

  Hier sollte das "character device" 14 aufgefhrt sein, genannt
  "sound".  Wenn das Sounddevice hier nicht steht, ging etwas bei der
  Kernelkonfiguration oder Erstellung schief. Man sollte den
  Installationsproze neu starten, mit der Konfiguration und Erstellung
  des Kernels beginnend.

  4.5.3.  Schritt 3: Hat der Kernel die Soundkarte beim Booten erkannt?

  Man berprfe, ob die Soundkarte beim Booten des Kernels erkannt
  wurde.  Man sollte beim Booten eine Nachricht sehen. Wenn die
  Nachrichten schon vom Bildschirm gescrollt sind, kann man sie mit dem
  dmesg- Befehl betrachten:

       % dmesg

  oder

       % tail /var/adm/messages

  Wenn die Soundkarte nicht gefunden wurde, ist etwas falsch. Als erstes
  sollte man berprfen, ob sie wirklich installiert ist. Wenn die
  Soundkarte unter DOS funktioniert, ist es vermutlich ein Problem mit
  der Kernelkonfiguration. Entweder die Soundkarte wurde als falscher
  Typ oder mit den falschen Parametern konfiguriert oder die Soundkarte
  ist nicht mit einem der Soundkartentreiber kompatibel.

  Eine Mglichkeit besteht darin, da die Soundkarte eine der
  "kompatiblen" ist, die durch einen DOS-Treiber initialisiert werden
  mssen. Man kann versuchen, DOS zu booten und den vom Hersteller
  gelieferten Treiber zu laden. Dann sollte Linux weich gebootet werden
  (mit Strg-Alt-Entf).  Man achte darauf, da die I/O-Adresse, DMA- und
  IRQ-Einstellungen die gleichen fr Linux wie fr DOS sind. Siehe auch
  Readme.cards.

  Wenn die Soundkarte nicht in diesem Dokument aufgefhrt ist, ist es
  mglich, da die Linuxtreiber sie nicht untersttzen. Man kann einige
  der Referenzen am Ende dieses Dokuments nach Hilfe absuchen.

  4.5.4.  Schritt 4: Kann man Daten vom dsp-Device lesen?

  Man versuche, vom /dev/audio-Device mittels dd zu lesen (siehe oben).
  Der Befehl sollte ohne Fehler ablaufen.

  Wenn das nicht funktioniert, ist eine mgliche Fehlerursache die
  Devicedatei. Die Devicedateien im /dev-Verzeichnis mssen die
  richtigen major und minor Nummern haben (wie weiter oben aufgefhrt).
  Die Permissions mssen Lesen und Schreiben erlauben.

  Eine seltene Fehlerursache ist ein Hardware-Problem. Wenn mglich,
  sollte die Karte unter DOS getestet werden.

  4.5.5.  Wenn alles andere fehlschlgt

  Wenn immer noch Probleme vorliegen, sind hier einige letzte
  Ratschlge:

    Die HOWTO nochmal grndlich lesen

    Die Referenzen, die am Ende dieses Dokuments aufgelistet sind,
     lesen, besonders die relevanten Readme-Dateien der Kernelsourcen

    Eine Frage in die de.comp.os.linux.* oder andere Usenet-Newsgroup
     oder in das Fidoecho LINUX.GER posten.

    Eine Frage an den Soundkanal der Linux-Mailinglist schicken

    Den aktuellsten Kernel verwenden

    Den Computerhndler fragen

    Den Hersteller der Soundkarte fragen

    Dem Autor des Soundtreibers eine Frage schreiben

    Dem Autor der Sound-HOWTO eine Frage schreiben

    Emacs starten und Esc-x doctor eingeben

  5.  Anwendungen, die Sound untersttzen

  Hier folgen einige Beispiele fr Anwendungen, die man wahrscheinlich
  verwenden mchte, wenn man eine Soundkarte unter Linux hat. Man kann
  die Linux Software Map, Internet-Server und/oder Dateien auf einer
  Linux CD-ROM berprfen, um aktuellere Informationen zu erhalten.

  Als absolutes Minimum sollte man folgende Anwendungen besorgen:

    eine Audio-Dateiumwandlungs-Utility (z.B. Sox)

    ein Mixerprogramm (z.B. aumix oder xmix)

    ein Abspiel-/Aufnahmeprogramm fr digitalisierte Sounds (z.B. play
     oder wavplay)

    ein MOD-Abspieler (z.B. tracker)

    ein MIDI-Abspieler (z.B. mp)

  Von den meisten dieser Programme gibt es sowohl Text- als auch GUI-
  basierte Versionen. Es gibt auch einige esotherischere Anwendungen
  (z.B. Spracherzeugung und -erkennung), die man testen kann.

  6.  Antworten auf hufig gestellte Fragen (FAQ)

  Dieser Abschnitt beantwortet die meisten der hufig im Usenet
  gestellten Fragen.

  6.1.  Was bedeuten die verschiedenen Sound-Devicedateien?

  Diese sind die "Standard"-Dateinamen, einige Linuxdistributionen
  knnten leicht abweichende Namen verwenden.

     /dev/audio
        normalerweise eine Link auf /dev/audio0

     /dev/audio0
        Sun Workstation-kompatibles Audiodevice (nur eine lckenhafte
        Implementierung, untersttzt nicht das ioctl-Interface von Sun,
        nur u-law-Codierung)

     /dev/audio1
        zweites Audiodevice (wenn von der Soundkarte untersttzt)

     /dev/dsp
        normalerweise ein Link auf /dev/dsp0

     /dev/dsp0
        erstes digitales Sampling-Device

     /dev/dsp1
        zweites digitales Sampling-Device

     /dev/mixer
        Soundmixer

     /dev/mixer1
        Zweiter Soundmixer

     /dev/music
        Schnittstelle zum Sequencer auf hoher Stufe

     /dev/patmgr0
        Patch Manager

     /dev/patmgr1
        Patch Manager

     /dev/sequencer
        MIDI, FM und GUS-Zugriff auf unterer Stufe

     /dev/sequencer2
        normalerweise eine Link auf /dev/music

     /dev/midi00
        erster reiner MIDI-Port

     /dev/midi01
        zweiter reiner MIDI-Port

     /dev/midi02
        dritter reiner MIDI-Port

     /dev/midi03
        vierter reiner MIDI-Port

     /dev/sndstat
        liefert den Status des Soundtreibers

  Der PC-Lautsprecher-Treiber verwendet die folgenden Devices:

     /dev/pcaudio
        quivalent zu /dev/audio

     /dev/pcsp
        quivalent zu /dev/dsp

     /dev/pcmixer
        quivalent zu /dev/mixer

  6.2.  Wie kann man ein Soundsample abspielen?

  Sun Workstation (.au) Sounddateien knnen abgespielt werden, indem sie
  an das /dev/audio-Device geschickt werden. Reine Samples knnen an
  /dev/dsp geschickt werden. Ein Programm wie play erleichtert das
  Abspielen, da es die meisten Dateitypen korrekt erkennt und die
  Soundkarte auf die richtige Samplingrate etc. einstellt.

  6.3.  Wie kann ich ein Soundsample aufnehmen?

  /dev/audio oder /dev/dsp liefern gesamplete Daten, die in eine Datei
  umgeleitet werden knnen. Ein Programm wie vrec erleichtert die
  Kontrolle der Samplingrate, Dauer, etc. Evtl. bentigt man auch ein
  Mixerprogramm, um den entsprechende Eingang zu whlen.

  6.4.  Kann man mehr als eine Soundkarte haben?

  Bis zu zwei Soundkarten werden untersttzt. Es ist mglich, eine
  Gravis Ultrasound oder MPU-401 mit einer SoundBlaster, SoundBlaster
  Pro, SoundBlaster 16 oder ProAudioSpectrum 16 zu verwenden. Man kann
  nicht gleichzeitig eine ProAudioSpectrum und einen SoundBlaster
  verwendet (die PAS16 besitzt einen SoundBlaster-Emulation). Es ist
  auch nicht mglich, mehr als eine Karte des gleichen Typs zu verwenden
  -- zum Beispiel ist eine GUS+GUS-Kombination nicht mglich.
  Man kann die Konfiguration der Soundkarte zur Bootzeit ndern, indem
  man mit Hilfe eines Bootladers wie LILO Kommandozeilenoptionen
  verwendet. Details hierzu stehen in Readme.linux.

  6.5.  Fehler: "No such file or directory" fr Sounddevices

  Die Soundtreiber-Devicedateien mssen erstellt werden. Siehe den
  Abschnitt ber die Erstellung der Devicedateien. Wenn die Dateien
  existieren, knnten die major und minor Devicenummern falsch sein
  (einige ltere CD-ROM-Distributionen von Linux knnten nicht die
  richtigen Devicedateien erstellen).

  6.6.  Fehler: "No such device" fr Sounddevices

  Es wurde nicht mit einem Kernel gebootet, der die Soundtreiber enthlt
  oder die I/O-Adresse stimmt nicht mit der Hardware berein. Man sollte
  berprfen, ob der neu compilierte Kernel verwendet wird und ob die
  Eingaben bei der Konfiguration mit der Hardwareeinstellung
  bereinstimmen.

  6.7.  Fehler: "No space left on device" fr Sounddevices

  Dies kann passieren, wenn man versucht, Daten auf /dev/audio oder
  /dev/dsp aufzunehmen, ohne die notwendigen Devicedateien zu erzeugen.
  Das Sounddevice ist jetzt eine normale Datei und hat die Diskpartition
  gefllt. Man mu das im Abschnitt Erstellen der Devicedateien
  beschriebene Script ausfhren.

  6.8.  Fehler: "Device busy" fr Sounddevices

  Nur ein Proze gleichzeitig kann ein Sounddevice ffnen. Sehr
  wahrscheinlich verwendet ein anderer Proze das entsprechende Device.
  Dieser kann mit dem Befehl fuser ermittelt werden:

       % fuser -v /dev/dsp
       /dev/dsp:             USER       PID ACCESS COMMAND
                             tranter    265 f....  tracker

  In diesem Beispiel zeigt fuser, da Proze 256 das Device geffnet
  hat. Man kann das Sounddevice erst ansprechen, wenn dieser Proze
  beendet ist oder gekillt wurde.

  6.9.  Es gibt immer noch Fehler "device busy"!

  Laut Brian Gough knnen SoundBlaster-Karten mit DMA-Kanal 1 einen
  Konflikt mit dem QIC-02 Bandtreiber, der ebenfalls DMA 1 benutzt,
  verursachen. Das erzeugt einen "device busy"-Fehler. Wer FTape
  verwendet, knnte dieses Treiber aktiviert haben. Laut FTape-HOWTO ist
  der QIC-02-Treiber nicht wichtig fr FTape, nur der QIC-117-Treiber
  wird bentigt. Eine Neukonfiguration des Kernels, so da der QIC-117-,
  aber nicht der QIC-02-Treiber verwendet wird, erlaubt es, gleichzeitig
  FTape und der Soundtreiber zu benutzen.

  (Die folgende Erklrung stammt von Harald Albrecht
  (albrecht@igpm.rwth-aachen.de):

  Einige Soundkarten untersttzen den DMA-Kanal 0. Das
  Konfigurationsprogramm des Soundtreibers erlaubt dies und der Kernel
  compiliert einwandfrei, aber ein Zugriff auf das Sounddevice erzeugt
  einen "device busy"-Fehler.

  Der Grund dafr besteht darin, da der Linuxkernel den DMA-Kanal 0 fr
  den DRAM-Refresh reserviert. Das ist fr moderne 386/486er Boards
  unwichtig, sie verwenden ihre eigene Refreshlogik. Man kann es
  korrigieren, indem man diese Zeile in der Datei
  /usr/src/linux/kernel/dma.c ndert:

       static volatile unsigned int dma_chan_busy[MAX_DMA_CHANNELS] = {
                       1, 0, 0, 0, 1, 0, 0, 0
       };

  Wenn man die erste 1 durch eine 0 ersetzt, aktiviert das den DMA-Kanal
  0.  Man darf das auf keinen Fall mit DMA-Kanal 4 machen, dieser wird
  cascadiert, das wird nicht funktionieren! Der Code sollte jetzt so
  aussehen:

       static volatile unsigned int dma_chan_busy[MAX_DMA_CHANNELS] = {
                       0, 0, 0, 0, 1, 0, 0, 0
       };

  Nun noch neu compilieren und mit dem neuen Kernel booten.

  6.10.  Digitalisierte Sounddateien werden nur teilweise abgespielt

  Das Symptom sieht blicherweise so aus, da ein Soundsample fr etwa
  eine Sekunde abgespielt wird und dann komplett aufhrt oder einen
  Fehler wegen "missing IRQ" oder "DMA timeout" ausgibt. Wahrscheinlich
  sind die IRQ- oder DMA-Einstellungen falsch. Man sollte berprfen, ob
  die Kernelkonfiguration mit der Einstellung der Jumper auf der
  Soundkarte bereinstimmt und keine Konflikte mit anderen Karten
  verursacht.

  Ein anderes Symptom sind Soundsamples, die in eine Endlosschleife
  geraten. Das wird normalerweise durch einen IRQ-Konflikt ausgelst.

  6.11.  Es gibt Unterbrechungen beim Abspielen von MOD-Dateien

  Das Abspielen von MOD-Dateien verbraucht viel CPU-Leistung. Es knnten
  zu viele Prozesse laufen oder der Computer knnte zu langsam sein, um
  in Echtzeit abzuspielen. Die Mglichkeiten sind:

    mit einer niedrigeren Samplingrate oder in Mono abspielen

    andere Prozesse beenden

    einen schnelleren Computer kaufen

    eine leistungsfhigere Soundkarte (z.B. Gravis UltraSound) kaufen

  Wenn man eine Gravis UltraSound-Karte verwendet, sollte man einen der
  MOD-Abspieler fr die GUS (z.B. gmod) verwenden.

  6.12.  Compilefehler beim Compilieren von Soundanwendungen

  Die Soundtreiber Version 1.0c und frher verwendeten einen anderes und
  inkompatibles ioctl()-Schema. Man bentigt neueren Sourcecode oder mu
  die ntigen Anpassungen fr den neuen Soundtreiber selber vornehmen.
  Details befinden sich in der Readme-Datei des Soundtreibers.

  Auerdem sollte man die neuesten Versionen von soundcard.h und
  ultrasound.h fr die Compilierung der Anwendung verwenden. Siehe auch
  die Installationsanleitung am Anfang dieses Textes.

  6.13.  SEGV beim Aufruf von Soundprogrammen, die frher funktionierten

  Das ist wahrscheinlich das gleiche Problem wie in der vorherigen Frage
  beschrieben.

  6.14.  Welche bekannten Bugs oder Einschrnkungen gibt es im
  Soundtreiber?

  Dies steht in den Dateien Readme und CHANGELOG, die den Soundtreiber-
  Sourcen beiliegen.

  6.15.  Wo sind die ioctls() etc. des Soundtreibers dokumentiert?

  Diese sind teilweise in der Hacker's Guide to VoxWare dokumentiert,
  die es momentan in Entwurfsform gibt. Die aktuellste Version ist
  Entwurf (draft) 2 und ist unter nic.funet.fi:/pub/OS/Linux/ALPHA/sound
  zu finden.  Hinweis: Das Directory ist "versteckt" und taucht nicht in
  Directory-Listings auf. Wenn man aber mit "cd" in das Directory
  wechselt und dann den FTP-Befehl "dir" verwendet, sind die Dateien da.

  Zum Zeitpunkt des Schreibens wurde neue Dokumentation auf der Webseite
  von 4Front Technologies bereitgestellt.

  Eine andere Informationsquelle ist die Linux Multimedia Guide, im
  Abschnitt Referenzen beschrieben.

  6.16.  Welche CPU-Ressourcen werden bentigt, um ohne Pausen abzuspie
  len oder aufzunehmen?

  Es gibt keine leichte Antwort auf diese Frage, denn sie hngt von
  folgendem ab:

    ob PCM Sampling oder FM Synthese verwendet wird

    Samplingrate und Samplegre

    welche Anwendung zum Abspielen oder Aufnehmen verwendet wird

    Soundkarten-Hardware

    Disk I/O-Geschwindigkeit, CPU-Taktfrequenz, Cachegre, etc.

  Generell gesagt sollte jeder 386er ausreichen, um Samples oder FM-
  Synthese auf einer 8bit-Soundkarte abzuspielen.

  Das Abspielen von MOD-Dateien erfordert hingegen beachtliche CPU-
  Ressourcen. Experimente haben ergeben, da das Abspielen bei 44kHz
  mehr als 40% der Geschwindigkeit eines 486/50 verbraucht und ein
  386/25 kaum mehr als 22 kHz abspielen kann (diese Werte gelten fr
  eine 8bit-Soundkarte wie die SoundBlaster). Eine Karte wie die Gravix
  UltraSound kann mehr Funktionen in der eigenen Hardware ausfhren und
  braucht deshalb weniger CPU-Ressourcen.

  Diese Aussagen setzen voraus, da der Computer keine anderen CPU-
  intensiven Aufgaben erledigt.

  Die Konvertierung von Sounddateien oder das Hinzufgen von Effekten
  mit einer Utility wie Sox ist wesentlich schneller, wenn man einen
  mathematischen Coprozessor verwendet. Der Kerneltreiber selber
  verwendet aber keine Fliekommaoperationen.

  6.17.  Probleme mit einer PAS16 und einem Adaptec 1542 SCSI
  Hostadapter

  (Die folgende Erklrung stammt von seeker@indirect.com)

  Linux erkennt den 1542 nur auf der Adresse 330 (Standard) oder 334 und
  die PAS erlaubt die MPU-401-Emulation nur auf 330. Auch wenn man durch
  Software MPU-401 abschaltet, wird immer noch etwas mit dem 1542 einen
  Konflikt verursachen, wenn dieser auf seiner Standardadresse steht.
  Das Verschieben des 1542 auf 334 macht jeden glcklich.

  Auerdem benutzen der 1542 und die PAS16 16-bit-DMA. Wenn man also
  eine Datei mit 16bit 44kHz in Stereo samplet und sie auf ein SCSI-
  Laufwerk schreibt, das am 1542 hngt, wird das Probleme geben. Die
  DMAs berschneiden sich und es gibt nicht genug Zeit fr einen RAM-
  Refresh, so da man den gefrchteten ``PARITY ERROR - SYSTEM HALTED''-
  Fehler bekommt und nicht wei warum. Es wird dadurch verschlimmert,
  da einige Hersteller von QIC-117-Bandlaufwerken empfehlen, die Bus
  on/off-Zeiten so einzustellen, da der 1542 noch lnger als normal an
  ist. Man sollte sich das Programm SCSISEL.EXE aus der Box von Adaptec
  oder einigen Stellen im Internet besorgen und solange entweder die BUS
  ON-Zeiten erhhen oder die BUS OFF-Zeiten senken, bis das Problem
  behoben ist und sie dann noch einen Tick weiter verndern.  SCSISEL
  ndert die EEPROM-Einstellungen, so da es permanenter ist als eine
  nderung in der DOS-Treiberzeile in der CONFIG.SYS und damit auch
  funktioniert, wenn man direkt Linux bootet. Nchstes Problem gelst.

  Letztes Problem - die lteren Symphony Chipstze haben das Timing der
  I/O-Zyklen drastisch reduziert, um den Buszugriff zu beschleunigen.
  Keine der zahlreichen Karten, die der Autor getestet hat, hatte
  irgendein Problem mit dem gesenkten Timing auer der PAS16.  In der
  Box von Media Vision liegt ein Programm namens SYMPFIX.EXE, das das
  Problem beheben soll, indem ein Diagnosebit im Buscontroller von
  Symphony gendert wird, aber es ist nicht garantiert. Man mu evtl.:

    den Hersteller/Verkufer des Motherboards dazu bringen, die lteren
     Versionen des Buschips zu ersetzen,

    das Motherboard ersetzen oder

    eine andere Soundkarte kaufen.

  Young Microsystems rstet die Boards, die sie importieren, fr etwa
  $30 (US) auf; andere Hndler knnten das auch machen, wenn man
  herausfindet, wer das Motherboard hergestellt oder importiert hat
  (viel Glck). Das Problem liegt in dem von ProAudio verwendeten
  Interfacechip; niemand kauft eine Soundkarte fr $120 und steckt sie
  in einen 6MHz AT. Die meisten werden sie in 25-40MHz 386/486er
  Rechnern verwenden, deshalb sollte sie mindestens 12MHz Bustakt
  vertragen, wenn die Chips richtig konstruiert sind.

  Das erste Problem hngt vom Chipsatz auf dem Motherboard ab, von der
  Busgeschwindigkeit und anderen BIOS-Einstellungen und von der
  Mondphase.  Das zweite Problem hngt von der Einstellung der
  Refreshoption (hidden oder synchronous), der DMA-Rate des 1542 und
  (mglicherweise) der I/O-Rate des Busses ab. Das dritte kann
  festgestellt werden, indem man Media Vision anruft und danach fragt,
  welche Art Symphonychip mit ihrem langsamen Design inkompatibel ist.
  Aber Vorsicht: 3 von 4 Technikern, mit denen der Autor sprach, hatten
  Hirnschden. Man sollte sehr vorsichtig sein, ihnen irgendetwas zu
  glauben, was sie ber fremde Hardware sagen, da sie ihre eigene noch
  nicht mal besonders gut kennen.

  6.18.  Ist es mglich, Samples gleichzeitig zu lesen und zu schreiben?

  Wegen Hardwarebegrenzungen ist das bei den meisten Soundkarten nicht
  mglich. Einige neuere Karten untersttzen es. Siehe den Abschnitt
  ber "birektionalen Modus" in der Hacker's Guide to Voxware fr
  weitere Informationen.

  6.19.  Mein SB16 ist auf IRQ 2 eingestellt, aber configure erlaubt
  diesen Wert nicht.

  Auf 286er und hher ist der IRQ 2 auf den zweiten Interruptcontroller
  cascadiert. Er ist gleichbedeutend mit IRQ 9.

  6.20.  Werden die SoundBlaster AWE32 oder SoundBlaster 16 ASP
  untersttzt?

  Diese Karten besitzen spezielle Chips (ASP und Emu), die zustzliche
  Fhigkeiten wie Wavetable-Synthese liefern. Aber Creative Labs ist
  nicht bereit, Informationen ber ihre Programmierung freizugeben.
  Solange sie ihre Politik nicht ndern, kann es unter Linux keine
  Untersttzung fr diese spezielle Hardware geben. Die Karten werden
  aber als normale SoundBlaster 16-Karten untersttzt.

  Die Gravis UltraSound hat hnliche Fhigkeiten wie die AWE32 und wird
  von Linux untersttzt. Karten, die auf anderen DSPs, wie dem Analog
  Devices ADSP-21xx, basieren, knnten in Zukunft untersttzt werden.

  6.21.  Wenn ich Linux benutze und danach DOS boote, bekomme ich Fehler
  und/oder einige Anwendungen laufen nicht richtig.

  Das passiert nach einem Softboot zu DOS. Manchmal verweist die
  Fehlermeldung flschlicherweise auf einen Fehler in der CONFIG.SYS.

  Die meisten der aktuellen Soundkarten haben durch Software
  kontrollierbare IRQ- und DMA-Einstellungen. Wenn man unter Linux und
  DOS verschiedene Einstellungen benutzt, kann das Probleme bereiten.
  Einige Soundkarten akzeptieren neue Parameter nur nach einem
  kompletten Reset (d.h. entweder die Stromversorgung ausschalten oder
  den Resetknopf verwenden).

  Die schnelle Lsung dieses Problems besteht also darin, statt eines
  Softboots (z.B. Strg-Alt-Entf) einen kompletten Reset zu verwenden.

  Die korrekte Lsung liegt darin, die gleichen IRQ- und DMA-
  Einstellungen unter DOS und Linux zu verwenden (oder kein DOS zu
  verwenden :-).

  6.22.  Probleme, DOOM unter Linux laufen zu lassen

  Anwender der Linuxversion von DOOM von ID Software knnten an diesen
  Hinweisen interessiert sein.

  Fr eine korrekte Soundausgabe braucht man Version 2.90 oder spter;
  sie untersttzt den Echtzeit "DOOM mode".

  Die Soundsamples sind 16-bit. Wer eine 8bit-Soundkarte verwendet, kann
  trotzdem Sound bekommen, wenn er eines der zahlreichen Programme aus
  sunsite.unc.edu:/pub/Linux/games/doom verwendet.

  Wenn die Geschwindigkeit von DOOM zu gering ist, kann sie verbessert
  werden, wenn man den Sound ausschaltet (indem man die Datei sndserver
  umbenennt).

  Standardmig untersttzt DOOM keine Musik (wie in der DOS-Version).
  Das Programm musserver fgt Musik zu DOOM unter Linux hinzu.  Es
  befindet sich unter pandora.st.hmc.edu:/pub/linux/musserver.tgz.

  (Letzte Meldung: Es sieht so aus, als ob Sound mit DOOM unter 2.0.x-
  Kernels nicht mehr funktioniert, es liefert einen Fehler wegen
  /dev/sequencer.)

  6.23.  Wie kann ich das Rauschen der Soundkarte reduzieren?

  Um Rauschen zu reduzieren, sollte man abgeschirmte Kabel von guter
  Qualitt nehmen und die Soundkarte in verschiedenen Steckpltzen
  testen.  Wenn die Soundkarte eine Lautstrkenkontrolle hat, sollte man
  verschiedene Einstellungen testen (Maximum ist vielleicht die Beste).

  Mit einem Mixerprogramm kann man sichergehen, da unerwnschte
  Eingnge (z.B. Mikrofon) auf Lautstrke 0 gestellt sind.

  Einige Soundkarten sind schlecht abgeschirmt und geerdet und deshalb
  fr Rauschen sehr empfnglich.

  Auerdem hat der Autor herausgefunden, da auf seinem System die
  Kommandozeilenoption no-hlt das Rauschen verringert. Diese Option sagt
  dem Kernel, da er nicht die halt-Anweisung verwenden soll, wenn er
  die idle-process-Schleife durchluft. Man kann das manuell beim Booten
  testen oder es mittels des Befehls append = "no-htl" in der LILO-
  Konfigurationsdatei verwenden.

  6.24.  Ich kann Sounds abspielen, aber nicht aufnehmen.

  Wenn man Sound abspielen, aber nicht aufnehmen kann, sollte man
  Folgendes ausprobieren:

    ein Mixerprogramm verwenden, um den entsprechenden Eingang zu
     whlen (z.B. Mikrofon)

    den Mixer verwenden, um die Eingangsverstrkung auf Maximum zu
     setzen.

    wenn mglich, die Soundkarte unter DOS testen, um festzustellen, ob
     es ein Hardwareproblem ist.

  6.25.  Meine "kompatible" Soundkarte funktioniert nur, wenn ich sie
  zuerst unter DOS initialisiere.

  Einige Klone sind nicht 100% registerkompatibel mit dem Original; sie
  haben manchmal zustzliche Schaltkreise wie Mixer. Man kann sie evtl.
  unter Linux verwenden, wenn man sie zuerst unter DOS initialisiert und
  dann Linux softbootet (d.h. Strg-Alt-Entf).

  Ein Anwender hat auch berichtet, da er bessere Ergebnisse hatte, wenn
  er LOADLIN anstatt LILO verwendete, um Linux zu booten, nachdem er
  seine Soundkarte unter DOS initialisiert hatte (es war eine Diamond
  Soundkarte).

  Sie knnen zuverlssig funktionieren oder nicht. Die wahre Lsung ist,
  vom Hersteller zu erfahren, wo die Unterschiede liegen und zum
  Soundtreiber die Untersttzung hinzuzufgen. Das wurde z.B. fr die
  Sound Galaxy NX Pro gemacht.

  6.26.  Meine 16bit-SoundBlaster-kompatible Soundkarte funktioniert
  unter Linux nur im 8bit-Modus.

  16bit-Soundkarten, die als SoundBlaster-kompatibel beschrieben werden,
  sind in Wirklichkeit nur mit der 8bit SoundBlaster Pro kompatibel. Sie
  haben blicherweise einen 16bit-Modus, der nicht kompatibel mit der
  SoundBlaster 16 ist und auch nicht mit dem Linux Soundtreiber.

  Wenn die Karte als kompatibel mit dem Microsoft Windows Sound System
  aufgefhrt wird, knnte sie im 16bit-Modus laufen, wenn man die
  Untersttzung fr das WSS im Linux Soundtreiber aktiviert. Auerdem
  mu man wahrscheinlich den DOS-Initialisierungstrick benutzen.

  6.27.  Wo finde ich Soundanwendungen fr Linux?

  Hier sind einige gute Archivserver fr Linux-spezifische
  Soundanwendungen:

    sunsite.unc.edu:/pub/Linux/kernel/sound/

    sunsite.unc.edu:/pub/Linux/apps/sound/

    tsx-11.mit.edu:/pub/linux/packages/sound/

    nic.funet.fi:/pub/OS/Linux/util/sound/

    nic.funet.fi:/pub/OS/Linux/xtra/snd-kit/

    nic.funet.fi:/pub/OS/Linux/ALPHA/sound/

  6.28.  Kann der Soundtreiber als ladbares Modul compiliert werden?

  Mit neueren Kernels wird der Soundtreiber als ladbares Modul
  untersttzt.

  Fr Details siehe die Dateien
  /usr/src/linux/drivers/sound/Readme.modules und
  /usr/src/linux/Documentation/modules.txt (oder /usr/src/linux/README).

  6.29.  Kann ich eine Soundkarte verwenden, um den Piep der Systemkonsole
  zu ersetzen?

  Man probiere das Programm oplbeep von
  sunsite.unc.edu:/pub/Linux/apps/sound/oplbeep-alpha.tar.gz.

  Eine andere Variante ist das Programm beep von
  sunsite.unc.edu:/pub/Linux/kernel/patches/misc/modreq_beep.tgz.

  Im Paket modutils liegt in Beispielsprogramm und ein Kernelpatch, mit
  denen man ein externes Programm aufrufen kann, um Gerusche zu
  erzeugen, wenn das vom Kernel gefordert wird.

  Alternativ kann man bei einigen Soundkarten den Ausgang fr den PC-
  Lautsprecher mit der Soundkarte verbinden, so da alle Gerusche aus
  den Lautsprechern der Soundkarte kommen.

  6.30.  Was ist VoxWare?

  Die Soundtreiber des Kernels untersttzen mehrere Intel-basierende,
  Unix-kompatible Betriebssysteme und sind getrennt vom Linuxkernel
  erhltlich. Bis Februar 1996 hat der Autor die Software VoxWare
  genannt.  Unglcklicherweise wurde dieser Name von VoxWare
  Incorporated registriert und kann nicht verwendet werden. Am 29. Mrz
  1996 hat Hannu Savolainen erklrt, da der neue Name Unix Sound System
  (USS) Lite ist.

  Das Unix Sound System (USS) ist ein kommerziell erhltlicher Kernel-
  Soundtreiber fr mehrere Unixsysteme, vertrieben von 4Front
  Technologies.  Eine freie Version, bekannt als USS/Lite wird weiterhin
  kostenlos fr Linuxsysteme erhltlich sein.

  Weitere Informationen findet man auf der Webseite von 4Front
  Technologies http://www.4front-tech.com/.

  6.31.  Werden Plug&Play Soundkarten untersttzt?

  Volle Plug&Play (PnP) Untersttzung wird es voraussichtlich in Linux
  Version 2.1 geben. In der Zwischenzeit gibt es einige Workarounds, um
  PnP-Soundkarten unter Linux zum Arbeiten zu bringen.

  Wenn man ein neueres Pentiumsystem mit PnP-BIOS hat, sollte dieses die
  Karten konfigurieren. Der Linux Soundtreiber mu die gleiche I/O-
  Adresse, IRQ- und DMA-Parameter verwenden wie das BIOS.

  Es gibt ein Paket mit PnP-Tools fr Linux, mit dem man die Karte
  einstellen kann. Es befindet sich bei http://www.redhat.com/pnp.

  Wenn man die Karten unter Windows95 verwendet, kann man den
  Hardwaremanager verwenden, um die Karte einzustellen und dann Linux
  mittels des LOADLIN-Programms starten. Win95 und Linux mssen die
  gleichen Karteneinstellungen verwenden.

  Wenn man die Karte unter DOS verwendet, kann man das icu-Utility
  verwenden, das mit SB16 PnP geliefert wird, um die Karte unter DOS zu
  konfigurieren und dann Linux mit LOADLIN starten. Wiederum mssen DOS
  und Linux die gleichen Karteneinstellungen verwenden.

  Der kommerzielle USS/Linux Soundtreiber untersttzt die SB16 PnP.  Man
  kann diesen Treiber von 4Front Technologies kaufen.

  6.32.  Sox/Play/VPlay meldet "invalid block size 1024"

  Eine nderung des Soundtreibers in der Version 1.3.67 sorgte dafr,
  da einige Programme, die (flschlicherweise) berprften, ob das
  Ergebnis von SNDCTL_DSP_GETBLKSIZE ioctl grer als 4096 war, nicht
  mehr funktionieren. Man sollte eine neuere Version des Programms
  besorgen oder es selber anpassen. Fr das Programm Sox hat folgender
  Patch funktioniert:

       --- sbdsp.c.orig        Thu Feb 22 22:46:00 1996
       +++ sbdsp.c     Thu Feb 22 22:51:18 1996
       @@ -176,7 +176,7 @@
               }

               ioctl (dspfd, SNDCTL_DSP_GETBLKSIZE, &abuf_size);
       -       if (abuf_size < 4096 || abuf_size > 65536) {
       +       if (abuf_size < 1) {
                       if (abuf_size == -1)
                       perror (dspname);
                       else

  6.33.  Warum benutzt der Soundtreiber sein eigenes Konfigurations-
  programm?

  Der Soundtreiber untersttzt viele unterschiedliche
  Konfigurationsparameter. Das Programm configure des Soundtreibers
  prft viele Abhngigkeiten zwischen den Parametern. Die Werkzeuge, die
  zur Konfiguration des Kernels verwendet werden, untersttzen diesen
  Funktionalitt nicht.

  Allerdings erlauben es die spteren 1.3.x-Kernel optional, das
  Standard-Konfigurationsprogramm des Kernels fr den Soundtreiber zu
  verwenden. Siehe die Anmerkungen in CHANGELOG. Das ist noch
  experimentell und es knnen damit einige Optionen nicht eingestellt
  werden.

  6.34.  Die Mixereinstellungen werden gelscht, wenn das Soundtreiber-
  Modul geladen wird.

  Man kann den Soundtreiber als ladbares Modul compilieren und kerneld
  verwenden, um es automatisch zu laden und zu entfernen. Das kann ein
  Problem geben - wenn das Modul neu geladen wird, werden die
  Mixereinstellungen auf Standardwerte zurckgesetzt. Bei einigen
  Soundkarten sind diese zu laut (z.B. SB16) oder zu leise.  Markus
  Gutschke (gutschk@uni-muenster.de) fand diese Lsung. Man setze so
  eine Zeile in die Datei /etc/conf.modules:

       options sound dma_buffsize=65536 && /usr/bin/setmixer igain 0 ogain 0 vol 75

  Dadurch wird das Mixerprogramm (hier setmixer) aufgerufen, sobald der
  Soundtreiber geladen wird. Der Parameter dma_buffsize ist ohne
  Bedeutung, aber der Befehl option bentigt eine Kommandozeilenoption.
  Man kann die Zeile auf die passenden Einstellungen fr Mixerprogramm
  und Verstrkung anpassen.

  Wenn man den Soundtreiber in den Kernel compiliert hat und die
  Lautstrke beim Booten einstellen will, kann man einen Aufruf des
  Mixerprogramms in eine Startdatei wie /etc/rc.d/rc.local setzen.

  6.35.  Nur root kann Sound aufnehmen

  Standardmig erstellt da Script aus Readme.linux die Sounddevices
  so, da sie nur von root gelesen werden knnen. Das schliet ein
  potentielles Sicherheitsloch. In einer Netzwerkumgebung knnte sich
  ein Benutzer ber das Netzwerk in einen Linux-PC mit Soundkarte und
  Mikrofon einloggen und lauschen. Wenn man sich darber keine Sorgen
  machen mu, kann man die Permissions verndern.

  Bei der Standardeinstellung knnen Anwender immer noch Sounddateien
  abspielen. Das ist kein Sicherheitsrisiko, knnte aber belstigend
  sein.

  7.  Referenzen

  Wenn man eine Soundkarte besitzt, die eine CD-Rom- oder SCSI-
  Schnittstelle hat, liefern die Linux SCSI HOWTO und die Linux CD-ROM
  HOWTO weitere Informationen.

  Die Linux Sound Playing HOWTO beschreibt, wie verschiedene Arten von
  Sound- und Musikdateien unter Linux abgespielt werden.

  Hannu Savolainen hat einen Entwurf der Hacker's Guide to VoxWare
  geschrieben. Die aktuelle Version ist Entwurf (draft) 2 und befindet
  sich bei nic.funet.fi:/pub/OS/Linux/ALPHA/sound/.

  Die folgenden FAQs werden regelmig in die Usenet-Newsgroup
  news.announce gepostet und bei rtfm.mit.edu:/pub/usenet/news.answers
  archiviert:

    PCsoundcards/generic-faq (Generische PC-Soundkarten FAQ)

    PCsoundcards/soundcard-faq (comp.sys.ibm.pc.soundcard FAQ)

    PCsoundcards/gravis-ultrasound/faq (Gravis UltraSound FAQ)

    audio-fmts/part1 (Beschreibungen von Audio-Dateiformaten)

    audio-fmts/part2 (Beschreibungen von Audio-Dateiformaten)

  Die FAQs fhren auch mehrere produktspezifische Mailinglisten und
  Archivserver auf. In den folgenden Usenet-Newsgroups werden Sound- und
  Musikfragen diskutiert.

    alt.binaries.sounds.*  (verschiedene Gruppen, um Sounddateien zu
     posten)

    alt.binaries.multimedia (um Multimedia-Dateien zu posten)

    alt.sb.programmer (Themen zur Programmierung des SoundBlasters)

    comp.multimedia (Themen zu Multimedia)

    comp.music (Theorie und Forschung zur Computermusik)

    comp.sys.ibm.pc.soundcard.*  (verschiedene Gruppen zu IBM PC-
     Soundkarten)

  Eine Webseite mit Multimediathemen ist bei
  http://viswiz.gmd.de/MultimediaInfo/. Creative Labs hat eine Webseite
  bei http://www.creaf.com/. MediaTrix's Webseite ist
  http://www.mediatrix.com/.

  Die Linux Mailingliste besitzt eine Anzahl von "Kanlen" fr
  verschiedene Themen, unter anderem Sound. Um zu erfahren, wie man der
  Liste beitritt, schicke man eine Mail mit dem Wort "help" im
  Nachrichtentext an majordomo@vger.rutgers.edu. (Hinweis: Zur Zeit des
  Schreibens waren diese Mailinglisten stark berladen und es wurde nach
  einem Ersatz gesucht).

  Wie schon hufiger erwhnt gehren zum Kernel-Soundtreiber mehrere
  Readme-Dateien, die sinnvolle Informationen ber den Soundtreiber
  enthalten. Diese sind berlicherweise im Verzeichnis
  /usr/src/linux/drivers/sound.

  Der Autor der Kernel-Soundtreibers, Hannu Savolainen, kann unter
  hannu@voxware.pp.fi erreicht werden. Er hat auch eine Webseite unter
  http://personal.eunet.fi/pp/voxware. Diese Webseite ist die beste
  Quelle fr aktuelle Informationen ber untersttzte Soundkarten,
  bekannte Probleme und Bugfixes.

  Informationen ber USS, den kommerziellen Soundtreiber fr Linux und
  andere Unix-kompatible Betriebssysteme, gibt es auf der 4Front
  Technologies Webseite bei http://www.4front-tech.com/.

  Die Linux Software Map (LSM) ist eine wichtige Referenz, um Software
  fr Linux zu finden. Um Anwendungen fr die Soundhardware zu finden,
  kann man sie z.B. nach Schlsselworten wie sound durchsuchen. Die LSM
  befindet sich auf vielen FTP-Servern, unter anderem
  sunsite.unc.edu/pub/Linux/docs/LSM.gz.

  Das Linux Documentation Project hat mehrere Bcher ber Linux
  produziert, unter anderem Linux Installation and Getting Started.
  Diese gibt es kostenlos von FTP-Servern oder sie knnen als gedruckte
  Version gekauft werden.

  Zum Schlu noch eine schamlose Werbung: Wer viel mehr ber Multimedia
  unter Linux lernen will (besonders CD-ROM und Soundkarten-Anwendungen
  und Programmierung), sollte sich das Buch Linux Multimedia Guide
  geschrieben vom Autor dieser HOWTO ansehen. Es ist erschienen von
  O'Reilly and Associates unter der ISBN 1-56592-219-0. Weitere Hinweise
  erhlt man unter 800-998-9938 (nur Nordamerika) und auf der Webseite
  bei http://www.ora.com/.

