  Linux UUCP HOWTO
  von Hendrik Scholz (hscholz@toppoint.de)
  v1.1.0, 26. Juli 1998

  Dieser Text erklrt die Funktionsweise und Konfiguration von Taylor-
  UUCP.  Er soll die Installation eines UUCP-Feeds fr News und Mail
  erleichtern.

  1.  Einleitung

  1.1.  Neue Versionen dieses Dokuments

  Die jeweils neuste Version dieser HOWTO ist auf dem WWW Server des
  Deutschen Linux HOWTO Projekts unter folgender Adresse zu finden:

  http://www.tu-harburg.de/~semb2204/dlhp/

  1.2.  Feedback

  Wenn Sie irgendwelche Fragen oder Kommentare zu diesem Dokument haben,
  erreichen Sie mich unter den folgenden Adressen:

    Internet: hscholz@toppoint.de

    Zerberus: hscholz@KRISKI.ZER

    AMPRNet: dg2ls@db0fho.ampr.org

    Homepage: http://www.toppoint.de/~hscholz

    Snail-Mail:

       Hendrik Scholz
       Elsa-Brandstrm-Str. 9
       D-24223 Raisdorf

  1.3.  Copyright

  Dieses Dokument ist urheberrechtlich geschtzt. Das Copyright liegt
  bei Hendrik Scholz.

  Das Dokument darf gem der GNU General Public License verbreitet
  werden. Insbesondere bedeutet dieses, da der Text sowohl ber
  elektronische wie auch physikalische Medien ohne die Zahlung von
  Lizenzgebhren verbreitet werden darf, solange dieser Copyright
  Hinweis nicht entfernt wird. Eine kommerzielle Verbreitung ist erlaubt
  und ausdrcklich erwnscht. Bei einer Publikation in Papierform ist
  das Deutsche Linux HOWTO Projekt hierber zu zu informieren.

  1.4.  weiterfhrende Seiten

  Da ich nicht alles auswendig kann, mu ich auch irgendwo nachgucken ;)
  Hier finden Sie Verweise, wo Sie weiterfhrende Dokumente finden:

    UUCP-Newsgruppen: de.comm.uucp

    Homepage von Ian Lance Taylor: http://www.cygnus.com/~ian/

    Hendriks Toppointseiten: http://www.toppoint.de/~hscholz

  1.5.  Versionen

  Damit Sie einen berblick haben, welche Versionen es gibt und was sich
  getan hat, gibt es hier eine kleine bersicht:

     Version 1.1.0 - 26. Juli 1998
        ndernungen, Anpassungen, Verbesserungen, ...

     Version 1.0.3 - 16. Juli 1998
        Diverse Erweiterungen, FAQ

     Version 1.0.2 - 8. Juli 1998
        Nun gibt es fast fertige Konfigurationsdateien und mehr Hilfen.

     Version 1.0.1b - 3. Juli 1998
        kleinere nderungen

     Version 1.0.0 - 28. Juli 1998
        Die erste Version, die auf die ffentlichkeit losgelassen wird.

     Version 0.0.1 - 17. Juni 1998
        Ich habe von Marco Budde eine email bekommen, da ich das UUCP-
        HOWTO schreiben darf ;-). Um ca. 1.00 Uhr morgens hatte ich die
        sgmltools installiert und die erste bersicht geschrieben.

  2.  Was ist UUCP?

  Hier wird erklrt, was UUCP ist und wo es benutzt wird.  UUCP wurde in
  den spten 70er Jahren an den AT&T-Bell-Laboratories entwickelt, um
  einen einfachen Austausch von Mail und News ber Telefonleitungen zu
  ermglichen.

  2.1.  HDB-UUCP

  HDB-UUCP (Honey-Dan-Ber-UUCP) wurde 1983 entwickelt.  Der Name ist aus
  den Namen der Programmierer P.  Honeyman, D.A. Novitz und B.E. Redman
  entstanden.  Im Gegensatz zum bekannten UUCP sind neue Protokolle
  hinzugekommen. Es wird heute AFAIK nicht mehr benutzt.

  2.2.  Taylor-UUCP

  Taylor-UUCP hat seinen Namen vom Programmierer Ian Lance Taylor.
  Taylor-UUCP wurde ab 1993 (Version 1.03) sehr beliebt und ist jetzt
  Standard (Version 1.06).

  2.3.  Anwendungen

  UUCP heisst Unix-to-Unix-CoPy. Es ermglicht das Kopieren von Dateien
  (Mail, News und Daten) zwischen ver schiedenen Rechnern.  Es wird
  heute noch fr den Transport von Mail und News ber DialUp-Leitungen
  benutzt, da es durch Kompression sehr effektiv ist.

  3.  Voraussetzungen

  Sie knnen leider nicht immer UUCP benutzen. Da UUCP bei Ihrem
  Provider einigen Konfigurations- und Wartungsaufwand erfordert, bieten
  nicht alle ISP's (Internet Service Provider) UUCP an.

  3.1.  Voraussetzungen bei Ihrem Provider

  Wie ich oben schon geschrieben habe, mu Ihr Provider UUCP
  untersttzen.  Um herauszufinden, ob Ihr Provider UUCP erlaubt, knnen
  Sie Ihren Provider in den unten aufgefhrten Providern suchen oder
  Ihrem Provider eine email schicken und fragen, ob Sie UUCP machen
  drfen.

  Wenn Ihr Provider UUCP untersttzt, sammeln Sie bitte die folgenden
  Daten zusammen, da Sie diese spter bentigen:

    Login: Ihr Loginname fr UUCP. Der Loginname entspricht Ihrem
     Rechnernamen. Ihre emails werden an user@login.provider.de
     weitergeleitet.
    Passwort: Ihr Passwort

    Systemname: Der Name des Rechners, den Sie anrufen

    Telefonnummer: Die Telefonnummer Ihres Provider, bei der Sie
     "pollen" knnen. Diese Nummer ist meistens nicht die gleiche
     Nummer, wie die fr PPP!

  3.2.  Provider, die UUCP erlauben

    alle Provider des http://www.individual.net: Individual Network

    Universitten haben fast immer UUCP-Rechner. Wenn Sie studieren,
     bitten Sie Ihren Systemadministrator einfach darum, Ihnen einen
     "Site" einzurichten.

    http://www.netzservice.de: Kiel

    http://www.snafu.de: Berlin

    http://www.han.de: Hannover

    http://www.rhein.de: Bonn

     Kennen Sie mehr Provider, die UUCP erlauben? Erlaubt Ihr Provider
     UUCP?  Schicken Sie mir bitte eine email!

  3.3.  Provider, die kein UUCP erlauben

  Die folgenden Provider erlauben kein UUCP. Dies sind oft groe
  Onlinedienste, fr die UUCP oft zuviel Aufwand bedeutet.

    T-Online

    AOL

    Compueserve

     Kennen Sie mehr Provider, die kein UUCP erlauben? Erlaubt Ihr
     Provider kein UUCP? Schicken Sie mir bitte eine email!

  3.4.  Voraussetzungen auf Ihrer Seite

  Ihr Rechner mu einige Bedingungen erfllen, damit UUCP einfach und
  schnell installiert werden kann:

    Linux mit Modem-/ISDN-Support mu installiert sein

    Sie mssen "root-Rechte" haben, d.h. Sie knnen das gesamte System
     konfigurieren

    Sie bentigen ein Modem (auch externer ISDN-Terminal-Adapter) oder
     eine ISDN-Karte

    Sie sollten ein wenig Ahnung von Linux haben ;)

     Wenn alle diese Voraussetzungen erfllt sind, knnen Sie mit bestem
     Gewissen weiterlesen.

  4.  Taylor-UUCP installieren

  Die Installation habe ich in mehrere Teile eingeteilt, die vom
  Zeitaufwand sehr unterschiedlich sind.

  4.1.  Haben Sie schon UUCP?

  In vielen Distributionen sind schon fertige Pakete, die die
  Installation von UUCP erleichtern. Bei SuSE-Distributionen finden Sie
  die UUCP-Dateien im Yast in der Serie n. Es ist empfehlenswert die
  UUCP-Beispieldateien mitzuinstallieren, da Sie so Zeit beim Abtippen
  sparen.

  4.2.  Paket runterladen

  Zuerst bentigen Sie ntrlich die Quellen zum UUCP-Paket, um
  berhaupt etwas installieren zu knnen.  Ich habe das Paket

       ftp.funet.fi:/pub/unix/networking/taylor/uucp-1.06.1.tar.gz

  heruntergeladen.

  Die aktuellen Versionen finden Sie im Verzeichnis

       ftp.funet.fi:/pub/unix/networking/taylor/

  auf dem Server.

  4.3.  Paket compilieren

  Um die Daten zu compilieren mssen Sie nicht "root" sein. Lesen Sie
  sich zur Installation die README-Datei aus dem Paket durch.

     Paket entpacken
        $ tar xfvz uucp-1.06.1.tar.gz

        Das Archiv mit den gepackten Sourcecode mu entpackt werden

     Konfiguration
        $ cd uucp-1.06.1; ./configure

        Zuerst wechseln wir in das richtige Verzeichnis ;-).  Das
        "configure" dauert eine Weile, Sie sollten viele Zeilen
        vorbeiscrollen sehen.  Bei diesem Vorgang sollte es keine Fehler
        geben, da nur geprft wird, ob bestimmte Dinge vorhanden sind.

     Compilieren
        $ make

        Nun wird es ernst. Das eigentliche Compilieren dauert ein paar
        Minuten je nach System. Hier sollten keine Fehler auftreten, da
        Ihnen sonst spter einige Prgramme fehlen!  Wenn es Fehler gibt,
        sollten Sie jemanden fragen, der sich damit auskennt (bitte
        keine emails an mich!). Am besten fragen Sie in einer der Linux-
        Newsgruppen.  Wenn Sie die Fehler nicht beheben konnten, knnen
        Sie vorgefertigte Binaries nehmen.

  4.4.  Paket installieren

  Wenn sich alles ohne Probleme compilieren lies, knnen Sie die neuen
  Programme in die Systemverzeichnisse kopieren lassen. Fhren Sie dazu
  den folgenden Befehl aus:

       $ make install

  5.  UUCP konfigurieren

  Nun mu UUCP konfiguriert werden. Viele Schritte sind gleich, egal ob
  Sie ein Modem oder eine ISDN-Karte benutzen. Auch wenn Sie kein ISDN
  besitzen, knnen Sie die ISDN-Eintrge in Ihren Dateien behalten, da
  diese nicht stren.

  Bei den verschiedenen Distributionen befinden sich die
  Konfigurationsdateien in verschiedenen Verzeichnissen!

     selbst compiliertes UUCP-Paket
        Die Dateien befinden sich in /usr/conf/uucp/.

     SuSE-Distribution mit installierten Beispielskripten
        Die Dateien finden Sie in /var/lib/uucp/taylor_config.

  Wechseln Sie in das Verzeichnis, in dem Ihre Konfigurationsdateien
  sind und gucken Sie sich mit

       ls -l

  das Verzeichnis an. Es sollte schon die unten aufgefhrten Dateien
  enthalten.

  Alle Zeilen, die in den Konfigurationsdateien mit einem Hash (#)
  anfangen, sind Kommentare und knnen ignoriert werden ;).

  5.1.  config - Name Ihres Rechners

  In der config-Datei steht der Name Ihres Rechners. Sie haben den Namen
  Ihres Rechner von Ihrem Provider bekommen, falls Sie den Namen nicht
  selbst aussuchen durften.

  Schreiben Sie die folgende Zeile in die config, wobei Sie rechnername
  durch Ihren Rechnernamen (ohne .provider.de) ersetzen:

       nodename rechnername

  5.2.  call - Passwortdatei

  Die Datei call enthlt alle Informationen, die fr die Loginprozedur
  bentigt werden.  Der Systemname des Systems (hier: tpki), das Sie
  anrufen, Ihr Loginname (perikles) und Ihr Passwort (asecret) werden
  durch Leerzeichen getrennt.

       #<system> <login> <passwd>
        tpki perikles asecret

  5.3.  port - Schnittstellen

  Die Datei port definiert die Schnittstellen, ber die UUCP gemacht
  werden kann. bernehmen Sie diese Datei, so wie sie hier steht und
  ndern Sie erst danach die einzelnen Zeilen.

       #ISDN ueber den ersten ISDN-Kanal per Modememulation<newline>
       port ttyI0
        device /dev/ttyI0
        speed 115200
        dialer ttyI0

       #UUCP ueber eine bestehende TCP-Verbindung
       port uucp-tcp
        type TCP
        service 540

       #UUCP per Modem
       port modem
        device /dev/modem
        speed 38400
        dialer modem

  Eigentlich sollte alles so funktionieren, wie es hier steht.  Es wird
  ist ntig, da /dev/modem auf den seriellen Anschlu zeigt, an dem das
  Modem angeschlossen ist.

  5.4.  dial - Modem-Konfiguration

  Diese Datei konfiguriert das Modem und die ISDN-Karte. Sie enthlt
  z.B. den Initstring fr Ihr Modem.  Falls Sie nur UUCP ber TCP
  betreiben mchten, knnen Sie per touch dial eine leere Datei
  erstellen und diesen Abschnitt berspringen, da fr TCP kein Modem und
  keine ISDN-Karte konfiguriert werden mu.

  Zuerst die Modemkonfiguration. Wenn Sie kein Modem haben, knnen Sie
  diesen Teil berspringen.

  Die erste Zeile, die mit chat beginnt, enthlt den Init-String fr Ihr
  Modem. Falls Ihr Modem einen speziellen speziellen String bentigt,
  mssen Sie diesen dort eintragen. Das \D ist die Telefonnummer, die
  spter gewhlt wird.

       #Modem "modem" konfigurieren
       dialer modem
       chat "" ATZ OK ATDT\D CONNECT
       chat-fail BUSY
       chat-fail NO\sCARRIER
       chat-fail ERROR
       chat-fail NO\sDIALTON
       chat-fail SYSTEM\sSUSPEND
       carrier-wait 60
       dtr-toggle true
       complete \d\d+++\d\dATH\r\c
       abort \d\d+++\d\dATH\r\c

  Die ISDN-Konfiguration erfordert immer eine kleine Anpassung.  Sie
  mssen Ihre MSN (Multiple Subscriber Number) im Init-String angeben.
  In der Beispielkonfiguration ist die MSN 81238. Achtung: die MSN ist
  nicht die komplette Telefonummer!

       #ISDN-Karte ttyI0 konfigurieren
       dialer ttyI0
       chat "" ATZ OK AT&E81238 OK \d ATD\D CONNECT
       chat-fail BUSY
       chat-fail NO\sCARRIER
       chat-fail ERROR
       chat-fail NO\sDIALTONE
       chat-fail SYSTEM\sSUSPEND
       carrier-wait 60
       dtr-toggle true
       complete \d\d+++\d\dATH\r\c
       abort \d\d+++\d\dATH\r\c

  5.5.  sys -  die eigentliche Konfiguration

  In dieser Datei mssen Sie je nach Verbindungsart (ISDN, Modem, TCP)
  viele Anpassungen vornehmen.  Der erste Teil setzt nur ein paar
  Variablen, die bei allen Verbindungsarten gleich sind. Hier muessen
  sie nur den Namen des Systems anpassen, dass Sie anrufen.  Kopieren
  Sie bitte nur eine Konfiguration (fr Modem, ISDN oder TCP) hinter den
  gleich kommenden allgemeinen Teil.

  Kopieren Sie den folgenden Teil in die Datei sys:

       # Login und Passwort aus der Datei call uebernehmen
       call-login *
       call-password *
       # oeffentliches Spoolverzeichnis
       pubdir /var/spool/uucppublic
       # Timeout nach dem Verbindungsaufbau waehrend der Login-Prozedur
       chat-timeout 20
       # UUCP darf immer gemacht werden
       time any
       # UUCP darf alle 600 Sekunden wiederholt werden
       success-wait 600
       # Befehle die ausgefuehrt werden duerfen
       commands rmail rnews
       command-path /usr/lib/news/bin/ /usr/bin
       # Name des Systems, dass Sie anrufen
       system tpki

  5.5.1.  UUCP per Modem

  Wenn Sie ein Modem (oder einen externen ISDN-Terminal-Adapter) haben,
  kopieren Sie die folgenden Zeilen hinter die Zeilen, die bereits in
  der Datei sys stehen.

  Anstatt der 0431123123 sollten Sie die Telefonnummer Ihres Providers,
  die Sie bei Ihrer Anmeldung bekommen haben, angeben.
       port modem
       chat ogin: \L word: \P
       protocol ig
       # hier bitte die Telefonnummer anpassen
       phone 0431123123

       protocol-parameter i window             7
       protocol-parameter i packet-size        2048
       protocol-parameter i startup-retries    16
       protocol-parameter i init-retries       8
       protocol-parameter i init-timeout       10
       protocol-parameter i retries            3
       protocol-parameter i timeout            20
       protocol-parameter i garbarge           20000
       protocol-parameter i errors             256
       protocol-parameter i error-decay        8
       protocol-parameter i remote-window      0
       protocol-parameter i remote-packet-size 0
       protocol-parameter i short-packets      true

  5.5.2.  UUCP per ISDN

  Wenn Sie eine ISDN-Karte haben, kopieren Sie die folgenden Zeilen
  hinter die Zeilen, die bereits in der Datei sys stehen.

  Anstatt der 0431123123 sollten Sie die Telefonnummer Ihres Providers,
  die Sie bei Ihrer Anmeldung bekommen haben, angeben.

       port ttyI0
       chat ogin: \L word: \P
       protocol ig
       # hier bitte die Telefonnummer anpassen
       phone 0431123123

       protocol-parameter i window             7
       protocol-parameter i packet-size        2048
       protocol-parameter i startup-retries    16
       protocol-parameter i init-retries       8
       protocol-parameter i init-timeout       10
       protocol-parameter i retries            3
       protocol-parameter i timeout            20
       protocol-parameter i garbarge           20000
       protocol-parameter i errors             256
       protocol-parameter i error-decay        8
       protocol-parameter i remote-window      0
       protocol-parameter i remote-packet-size 0
       protocol-parameter i short-packets      true

  5.5.3.  UUCP ueber eine bestehende Verbindung

  UUCP ueber eine TCP-Verbindung ist relativ leicht zu konfigurieren.
  Nur der Systemname in der address-Zeile muss angepasst werden.

  port uucp-tcp
  protocol tig
  #Hier den Systemnamen im Format systemname.provider.de eintragen
  address tpki.toppoint.de
  chat ogin: \L word: \P

  Nun noch ein kleiner Trick:

  Damit UUCP schneller merkt, da es keine Verbindung per TCP bekommt,
  wird der Rechner Ihres Providers in der Datei /etc/hosts eingetragen.
  Wenn UUCP gestartet wird, mu kein Nameserverlookup gemacht werden, um
  den Rechner zu kontaktieren.  Es wird ein Eintrag aus der /etc/hosts
  genutzt.

  So wird es gemacht:

  Pingen Sie den UUCP-Rechner Ihres Providers mit ping
  system.provider.de.  Sie sollten eine Antwort von dem Rechner
  bekommen:

       hscholz@Perikles:/home/hscholz/ > ping -c 4 tpki.toppoint.de
       PING tpki.toppoint.de (193.174.3.6): 56 data bytes
       64 bytes from 193.174.3.6: icmp_seq=0 ttl=64 time=23.1 ms
       64 bytes from 193.174.3.6: icmp_seq=1 ttl=64 time=22.9 ms
       64 bytes from 193.174.3.6: icmp_seq=2 ttl=64 time=22.7 ms
       64 bytes from 193.174.3.6: icmp_seq=3 ttl=64 time=22.9 ms

       --- perikles.toppoint.de ping statistics ---
       4 packets transmitted, 4 packets received, 0% packet loss
       round-trip min/avg/max = 22.7/22.9/23.1 ms

  bernehmen Sie die IP-Adresse (hier: 193.174.3.6) und tragen Sie diese
  zusammen mit dem Rechnernamen in der /etc/hosts ein:

       # <IP-Adresse> <Rechner.provider.de> <rechner>
       193.174.3.6     tpki.toppoint.de   tpki

  Wenn Sie offline sind und

       ping rechner.provider.de

  eintippen, sollte die folgende Fehlermeldung kommen:

       PING tpki.toppoint.de (193.174.3.6): 56 data bytes
       ping: sendto: Network is unreachable
       ping: wrote tpki.toppoint.de 64 chars, ret=-1

  6.  UUCP starten

  Wenn Sie das HOWTO von oben durchgegangen sind, ist UUCP bis jetzt
  noch nicht fertig konfiguriert!  Damit es leichter ist, die Fehler zu
  suchen, machen wir erstmal eine Testverbindung und rufen UUCP selbst
  auf.

  6.1.  UUCP von Hand starten

  UUCP wird mit dem Befehl uucico gestartet. uucico und die anderen
  Programme befinden sich in /usr/lib/uucp/.

  6.1.1.  Vorbereitungen

  Um verfolgen zu knnen, was gerade passiert, wenn wir das erste Mal
  "pollen", lassen wir uns mit tail die Logdateien anzeigen. Dazu
  erstellen Sie mit

       touch /var/spool/uucp/Log

  und

       touch /var/spool/uucp/Debug

  die Logdateien. Damit uucico auch in die Dateien schreiben kann, soll
  ten Sie mit

       chown uucp:uucp /var/spool/uucp/*

  den Besitzer dieser Dateien ndern.

  Machen Sie nun ein neues xterm auf oder loggen Sie sich auf einer
  anderen virtuellen Konsole als root ein. Tippen Sie nun

       tail -f /var/spool/uucp/Log /var/spool/uucp/Debug

  Auf dem Bildschirm sollten schon ein paar Zeilen erscheinen.  Ab jetzt
  werden alle nderungen an den Logdateien angezeigt.

  6.1.2.  uucico aufrufen

  uucico werden beim Start der Systemname der Gegenstelle und der Port
  (Modem, ISDN, TCP) bergeben.  Da nur ein Port in der sys steht (oder
  haben Sie etwa doch zwei drin?), brauchen wir den Port nicht angeben.
  Den Systemnamen systemname mssen Sie durch den Namen des Systems
  ersetzen, das Sie anrufen mchten. Dieser Name mu mit dem Namen in
  der sys-Datei bereinstimmen!

  So ergibt sich der folgende Befehl zum Starten von UUCP:

       /usr/lib/uucp/uucico -f --debug 7 -s systemname

  6.2.  UUCP automatisieren

  Wenn alles funktioniert und Sie Ihren Rechner UUCP automatisch nachts
  aufrufen lassen mchten, knnen Sie die crontab als Hilfsmittel
  benutzen.  Tippen Sie als root den Befehl

       su - uucp

  ein.  Nun sind Sie der User uucp. Mit

  crontab -e

  knnen Sie die Crontab ndern.  Fgen Sie die folgende Zeile ein,
  damit UUCP einmal abends um 21.30 Uhr aufgerufen wird:

       30 21 * * * /usr/lib/uucp/uucico -f -s systemname

  Wie Sie bestimmt schon erkannt haben, steht die erste Zahl fr die
  Minuten und die zweite fr die Stunden. Die Sternchen stehen fr Tag
  des Monats, Monat und Tag der Woche (0=Sonntag). Wenn Sie mehr ber
  die Mglichkeiten von UUCP erfahren mchten, lesen Sie bitte mit man 5
  crontab die Dokumentation zu crontab.

  7.  Mail und News konfigurieren

  Die lokalen Mail- und Newsserver mssen noch konfiguriert werden,
  damit Sie die Mglichkeiten von UUCP ausnutzen.  Damit News und Mail
  per UUCP angeliefert werden knnen, ist normalerweise keine
  Konfiguration notwendig. Die Konfiguration beschreibt also, wie Sie
  sendmail und INN/cnews dazu bringen, UUCP zu nutzen.

  7.1.  Sendmail

  Wenn Sie einen sendmail-Mailserver installiert haben, ist dieser
  Abschnitt fr Sie interessant.

  Wenn Sie einen sendmail benutzen, sollten Sie bei

       telnet localhost 25

  den folgenden Text erhalten:

       Trying 193.174.3.154...
       Connected to Perikles.toppoint.de.
       Escape character is '^]'.
       220 Perikles.toppoint.de ESMTP Sendmail 8.8.8/8.8.8; Fri, 26 Jun 1998 17:26:14 +0200

  7.1.1.  SuSE-Config

  Wenn Sie eine SuSE-Distribution benutzen, knnen Sie einfach per Yast
  Ihren Mailserver fr den UUCP-Betrieb konfigurieren.

  Starten Sie dazu als root yast. Gehen Sie in das Menu "Administrieren
  des Systems" -> "Netzwerk konfigurieren" -> "Sendmail konfigurieren".
  Nun whlen Sie "Benutze UUCP zur Mail-bertragung" und tragen Sie den
  Namen des Systems Ihres Providers ein.

  7.1.2.  /etc/sendmail.cf

  Wenn Sie keine grafische Oberflche haben oder den Sendmail "von Hand"
  installiert haben, mssen Sie die Konfigurationsdateien selbst
  anpassen.

  Die folgenden Variablen sollten Sie in Ihrer /etc/sendmail.cf
  anpassen:
       # "Smart" relay host
       #hier den Rechnernamen auf der Seite Ihres Providers eintragen (hier:
       tpki)
       DSuucp-dom:tpki

  Habe ich etwas vergessen?  Ich habe diesen Abschnitt noch nicht aus
  giebig getestet!

  7.1.3.  berprfen, ob die Mails richtig verschickt werden

  Wenn Sie Ihren sendmail konfiguriert und neu gestartet haben, sollten
  Sie testweise eine email verschicken, um zu verfolgen, ob alles
  richtig konfiguriert ist.

     mailq
        Das Programm mailq zeigt an, welche emails vom sendmail noch
        bearbeitet werden mssen. Wenn Sie eine email geschrieben haben
        und Ihre email hier nicht finden, dann ist das kein Grund zur
        Sorge, da Ihr Mailserver die email wahrscheinlich schon
        bearbeitet hat.

     /var/log/mail
        Die Datei /var/log/mail enthlt Informationen zu den
        bearbeiteten emails. Um diese Datei anzugucken, mssen Sie root
        sein. Sie knnen mit tail -f /var/log/mail verfolgen, was sich
        an der Datei ndert.

     /var/spool/uucp/Log
        Das UUCP-Log verzeichnet alle ein- und ausgehenden emails.  Die
        genaue Beschreibung finden Sie im Abschnitt 8.1.

  7.2.  Welcher Newsserver ist am besten geeignet ?

  Es gibt verschiedene Newsserver, die unterschiedliche Eigenschaften
  haben ;-)

     INN - InterNetNews
        + INN ist weit verbreitet, da der Server sowohl UUCP- als auch
        NNTP-Links ermglicht.
        + INN ist relativ schnell.
        + Das Suchen nach Schlsselwrtern in den Headern der News ist
        mglich.
        - aufwendig zu konfigurieren
        - verbraucht relativ viele Resourcen

     cnews
        + Leichte Konfiguration
        - nur fr UUCP gedacht
        - keine Suche nach Artikeln mglich

  Suchen Sie sich nun den Server aus, der fr Sie besser geeignet ist.

  7.3.  INN - InterNetNews

  INN ist ein sehr beliebter News-Server fr Unix-Systeme.  INN ist die
  Abkrzung fr InterNetNews.  Falls Sie eine SuSE-Distribution
  benutzen, finden Sie die Binaries in der Serie n.  Aktuell ist die
  Version 2.0. Da viele Distributionen noch die lteren Versionen (z.B.
  1.72) benutzen, gibt es hier eine Beschreibung fr die Konfiguration
  eines inn 1.72.

  Die Konfigurationsdateien befinden sich in /var/lib/news/.

  7.3.1.  send-uucp.cf - Batchparameter

  Mit dieser Datei wird geklrt, wie und wann die News, die Sie
  verschicken, gepackt werden. Das System (hier: tpki) ist der
  Rechnername Ihres Provider.

       # Das Format sieht so aus:
       # sitename<Space>compressor<Space>maxsize<Space>batchtime
       tpki compress 1048576 1-24

  7.3.2.  newsfeeds - Wer bekommt was?

  In der newsfeeds-Datei wird definiert, welcher Server welche Gruppen
  oder Artikel von Ihrem Server bekommt. Auerdem wird hier definiert,
  welche Artikel Ihr Server annimmt.  Hier ist meine newsfeeds-Datei:

       # ich akzeptiere alles (siehe FAQ-Abschnitt)
       ME:*::
       # interne Verwaltung des Newsservers (default)
       OVERVIEW!:*,!junk,!control*:Tc,WO:/usr/lib/news/bin/overchan
       # Mein Newsfeed zu tpki (mein Provider ;-))
       tpki/tpki.toppoint.de,news.toppoint.de:*,!junk,!control,!*local*:Tf,Wnb,B4096/1024

  Die einzige Zeile, die Sie anpassen mssen, ist die letzte Zeile.  Den
  genauen Syntax finden Sie als Kommentar in der newsfeeds selbst.

  Das Format sieht so aus:

       #systemname/keine_artikel_von_diesem_server:zu_verschickende_Artikel:Feed_Typ:Parameter
       tpki/news.toppoint.de:*,!junk,!control,!*local*:Tf,Wnb,B4096/1024
       # ersetzen Sie <system> und <news.provider.de> und Sie haben einen Standardfeed :-)
       #system/news.provider.de:*,!junk,!control:Tf,Wnb,B4096/1024

  Erklrung:

  Ich feede zu tpki meine Artikel aus allen Gruppen auer junk, control
  und local.* und ich feede nicht die Artikel, die von news.toppoint.de
  (/news.toppoint.de) kommen.

  7.3.3.  News zusammenpacken

  Der Newsserver mu jetzt noch so konfiguriert werden, da er
  automatisch vor jedem Pollen die Newsbatches zusammenpackt, damit
  diese hochgeladen werden knnen.

  Das Packen fr UUCP erledigt das Programm /usr/lib/news/bin/send-
  uucp.pl. Wenn Sie eine Artikel geschrieben haben und dann
  /usr/lib/news/bin/send-uucp.pl systemname ausfhren, wobei Sie
  systemname durch den Systemnamen Ihres Providers ersetzen, sollte eine
  zustzliche Zeile in der /var/spool/uucp/Log erscheinen:

       uux tpki news (1998-06-25 13:00:06.83 535) Queuing rnews (D.00KI)

  7.3.4.  News automatisieren

  Wenn Sie das Packen der News automatisieren mchten, knnen Sie einen
  Eintrag inder crontab machen.  Ich lasse meine News jede Stunde einmal
  packen und zustzlich kurz vor dem Ausfhren von UUCP.

     Stndlich News packen
        Bitte kopieren Sie die folgende Zeile in die crontab vom User
        news:

          0 * * * * /usr/lib/uucp/bin/send-uucp.pl systemname

     Ersetzen Sie systemname durch das UUCP-System Ihres Providers.

     News packen, bevor UUCP ausgefhrt wird
        Damit wirklich alle News per UUCP verschickt werden, die Sie
        geschrieben haben, sollte /usr/lib/uucp/bin/send-uucp.pl
        systemname kurz vor dem Pollen ausgefhrt werden.

        Wenn Sie um 21.30Uhr pollen (Crontab von root), knnen Sie um
        21.25Uhr alle News packen lassen.

        Tragen Sie dazu bitte die folgende Zeile in die crontab vom User
        news ein:

          25 21 * * * /usr/lib/uucp/bin/send-uucp.pl systemname

     Der systemname mu durch den Namen des UUCP-Rechners Ihres
     Providers ersetzt werden.

  7.4.  cnews

  Cnews ist ein Newsserver, der von der SuSE-Distribution fr UUCP
  empfohlen wird.  Die Konfiguration des Servers befindet sich unter
  /var/lib/news/.

  Konfigurieren Sie den Server bitte so, da er das lokalen Posten und
  lesen von News ermglicht, anschlieend nehmen Sie die folgenden
  nderungen vor:

  7.4.1.  /var/lib/news/sys

  Die Sys-Datei definiert, hnlich der /var/lib/news/newsfeeds des INN,
  die Newsfeeds.  Zuerst kommt der obligatorische Eintrag, da wir (der
  Newsserver) alle ankommenden Artikel annehmen. Warum wir alle Artikel
  annehmen steht im FAQ-Abschnitt. Anschlieend der Eintrag fr den
  Provider:

       ME:all
       tpki/tpki.toppoint.de:all/all:f:tpki/togo

  Die Datei /var/lib/news/batchlog enthlt das Log zum Batchvorgang.
  Gestartet wird der Batchvorgang per
  /usr/lib/news/bin/batch/sendbatches.  Je nachdem, wie viele Artikel
  sie posten, sollten Sie mehrmals pro Stunde den Befehl
  /usr/lib/news/bin/input/newsrun ausfhren, um die neuen News
  einzusortieren.  Eine komplette crontab mit einem Eintrag fr
  newsdaily (ein Programm, das ber den Status von cnews wacht) sieht so
  aus:

       # Newsrun alle 10 Minuten
       */10 * * * * /usr/lib/news/bin/input/newsrun
       # oder Newsrun einmal pro Stunde um 5 nach voll
       5 * * * * /usr/lib/news/bin/input/newsrun

       # Newsbatches nach dem Newsrun um 5 nach packen
       10  * * * * /usr/lib/news/bin/batch/sendbatches

       # Newsdaily einmal pro Tag in der Nacht um 3.33 Uhr starten
       33 3 * * * /usr/lib/news/bin/maint/newsdaily

  8.  Fehlermeldungen

  8.1.  Wo finde ich die Fehlermeldungen

  Alle UUCP-Programme schreiben ihre Log-Dateien in das Verzeichnis
  /var/spool/uucp/.

  8.1.1.  /var/spool/uucp/Debug

  Die Datei /var/spool/uucp/Debug enthlt Debugging-Informationen, die
  whrend der Konfiguration ntzlich sein knnen. Wenn Sie UUCP fertig
  konfiguriert haben, sollten Sie alle Debugging-Optionen ausschalten,
  da das Debug-Log sehr schnell sehr gro wird.

  8.1.2.  /var/spool/uucp/Log

  Die Datei /var/spool/uucp/Log enthlt allgemeine und vollstndige
  Informationen zum Status von UUCP.  Hier einfach alles angezeigt:

     Calling system tpki (port ttyI0)
        UUCP versucht einen Verbindungsaufbau ber Port ttyI0 (ISDN).

     Login successfull
        Ihr Rechner hat sich in dem andren System erfolgreich
        eingeloggt.

     Sending rmail user@host.com (D.00xx) (xxx bytes)
        Es wird gerade ein email xxx bytes groe an user@host.com
        verschickt.

     Sending rnews (D.00xx) (xxx bytes)
        Es werden gerade xxx bytes News hochgeladen.

     Receiving rmail hscholz (xxx bytes)
        Der lokale User hscholz bekommt gerade eine xxx bytes groe
        email.

     Receiving rnews (xxx bytes)
        Sie bekommen gerade xxx bytes News.

     Call complete (xx seconds xxxxxx bytes xxxx bps)
        Sie haben fertig gepollt. UUCP hat die Verbingung wieder
        abgebaut.  Der ganze Vorgang hat xx Sekunden gedauert und es
        wurden xxxxxx bytes mit durchschnittlichen Geschwindigkeit von
        xxxx bytes bertragen.

     Executing X.tpkixxxx (rmail hscholz)
        Es wird eine email, die vom System tpki fr hscholz gekommen
        ist, einsortiert.

     Executing X.tpkixxxx (rnews)
        News, die Sie gerade bekommen haben, werden lokal einsortiert.

     Queuing rmail user@host.com (D.00xx)
        Eine email fr den User user@host.com wird fr das nchste
        Pollen bereitgestellt.

     Queuing rnews (D.00xx)
        Sie haben Newsartikel geschrieben, die an das UUCP-System
        weitergereicht werden sollen.

  8.1.3.  /var/spool/uucp/Stats

  Diese Datei zeigt an, welche Daten uucico mit welcher Grpe und
  Geschwindigkeit auf welchem Port empfangen hat.  Meiner Meinung nach,
  gibt die Datei Log bessere Informationen.

  8.1.4.  uustat

  uustat ist ein kleines Programm, da anzeigt, welche Daten sich gerade
  in der UUCP-Queue befinden.  Mit uustat --help bekommen Sie eine
  Auflistung aller mglichen Kommandooptionen.

  Besonders interessant sind uustat -a, um alle Daten in der Queue
  anzuzeigen.

  Mit uustat -i knnen gezielt emails gelscht werden.

  8.2.  ERROR: Chat script failed: Got "BUSY"

  Diese Fehlermeldung taucht beim Verbindungsaufbau auf.  Wahrscheinlich
  hat jemand anders eine Verbindung zum UUCP-Server.  Versuchen Sie es
  spter oder benutzen Sie eine andere Telefonnummer.

  Wenn dieser Fehler beim ersten "Pollen" auftritt, kann es sein, da
  Sie eine falsche Telefonnummer angegeben haben. berprfen Sie Ihren
  Eintrag in der sys-Datei.

  8.3.  ERROR: Chat script failed: "NO DIALTONE"

  Sind alle Gerte (PC, Modem/ISDN-Karte, Telefondose) richtig
  miteinander verbunden?

  8.4.  ERROR: connect: Network is unreachable

  Diese Fehlermeldung bekommen Sie, wenn Sie UUCP ber TCP benutzen.
  Wenn keine Verbindung besteht, wenn UUCP ausgelst wird, kann die
  Gegenstelle nicht erreicht werden. Normalerweise sollte jetzt per
  alternate-Kommando eine Verbindung per DialUp versucht werden.

  8.5.  ERROR: Can't disable hardware flow control: I/O error

  Dieser Fehler ist sehr allgemein und macht meiner Meinung keine
  Aussage ber den wirklichen Fehler. Bei mir tritt dieser Fehler auf,
  wenn die Login-Prozedur (z.B. wegen einem falschem Passwort) hngen
  bleibt. berprfen Sie in der sys Ihren Loginnamen und Ihr Passwort.
  Wenn Sie keinen Fehler finden konnten, starten Sie uucico mit dem
  zustzlichen Parameter --debug 7.  Mit einem

       tail -f /var/spool/uucp/Log /var/spool/uucp/Debug

  knnen Sie nun verfolgen, ob es Probleme beim Login gibt.  Wenn uucico
  in der Debug mit einer Zeile stehen bleibt, in der etwas, wie z.B.
  host:  steht, mssen Sie Ihr Chat-Skript aus der sys-Datei anpassen.

  Probieren Sie mal den folgenden String, wobei Sie "laforge" durch den
  Systemnamen Ihres Providers ersetzen:

       chat ost: laforge ogin: word: P

  8.6.  ERROR: Got termination signal

  Sie haben uucico gestoppt. Dies kann z.B. per killall -9 uucico
  gemacht werden. Da UUCP nicht richtig beendet wurde, existieren noch
  LOCK-Dateien. Diese knnen Sie als root per

       rm /var/lock/LCK..systemname

  lschen.

  8.7.  ERROR: Stale lock /var/lock/LCK..systemname held by process xxxx
  created 1998-xx-xx xx:xx:xx

  UUCP wurde nicht richtig beendet und LOCK-Dateien wurden nicht
  gelscht.
  Lschen Sie die LOCK-Datei als root per

       rm /var/lock/LCK..systemname

  9.  Tips & Tricks

  In diesem Abschnitt finden Sie ein paar Tips & Tricks, wie Sie UUCP
  effektiver nutzen knnen.  Falls Sie einen Trick kennen, schicken Sie
  mir diesen doch bitte, Danke !

  9.1.  alternate" oder: Irgendwie mu es doch klappen

  Es ist mglich, da nach dem Aufruf von UUCP solange verschiedene
  Konfigurationen probiert werden, bis eine Verbindung zustandegekommen
  ist.

  Der sogenannte alternate-Befehl erlaubt es, fr einzelne Systeme
  Alternativen anzubieten, falls ein Fehler aufgetreten ist.  Dieses
  Feature nutze ich, um zuerst eine Verbindung per TCP zu versuchen (die
  zustande kommt, wenn ich online bin) und erst danach einen
  Datenaustausch per DialUp zu veranlassen.

  Wenn Sie dieses Feature nutzen mchten, sollten Sie schon ein
  funktionierendes UUCP (entweder DialUp oder TCP) besitzen.  Kopieren
  Sie nun einen zustzlichen Konfigurationsausschnitt fr die Sys-Datei
  hinter Ihre Konfiguration. Trennen Sie diese mit einem alternate. Eine
  fertige sys-Datei sollte dann so aussehen:

  # Login und Passwort aus der Datei call uebernehmen
  call-login *
  call-password *
  # oeffentliches Spoolverzeichnis
  pubdir /var/spool/uucppublic
  # Timeout nach dem Verbindungsaufbau waehrend der Login-Prozedur
  chat-timeout 20
  # UUCP darf immer gemacht werden
  time any
  # UUCP darf alle 600 Sekunden wiederholt werden
  success-wait 600
  # Befehle die ausgefuehrt werden duerfen
  commands rmail rnews
  command-path /usr/lib/news/bin/ /usr/bin
  # Name des Systems, dass Sie anrufen
  system tpki
  port ttyI0
  chat ogin: word: P
  protocol ig
  # hier bitte die Telefonnummer anpassen
  phone 0431123123
  protocol-parameter i window             7
  protocol-parameter i packet-size        2048
  protocol-parameter i startup-retries    16
  protocol-parameter i init-retries       8
  protocol-parameter i init-timeout       10
  protocol-parameter i retries            3
  protocol-parameter i timeout            20
  protocol-parameter i garbarge           20000
  protocol-parameter i errors             256
  protocol-parameter i error-decay        8
  protocol-parameter i remote-window      0
  protocol-parameter i remote-packet-size 0
  protocol-parameter i short-packets      true
  #
  alternate
  #
  port uucp-tcp
  protocol tig
  #Hier den Systemnamen im Format systemname.provider.de eintragen
  address tpki.toppoint.de
  chat ogin: word: P

  9.2.  Maximale Gre fr emails begrenzen (sendmail)

  Wenn irgendein User groe emails verschickt, kann es unter Umstnden
  sehr teuer fr Sie werden ;-(

  Um dies zu verhindern, kann der Mailserver sendmail so konfiguriert
  werden, da der groe emails nicht annimmt.  Sie mssen dazu als root
  die Sendmail-Konfigurationsdatei /etc/sendmail.cf anpassen.  ffnen
  Sie als root mit dem Editor vi die Datei /etc/sendmail.cf.  Tippen Sie
  /MaxMessage. Nun sollten Sie in der Zeile (bei mir Zeile 161) sein,
  die ungefhr so aussieht:

       #0 MaxMessageSize=100000

  Das Hash # kommentiert die Zeile aus, so da diese bei der Konfigura
  tion des Mailservers nicht beachtet wird.  Entfernen Sie zuerst den
  Hash.

  Die Zeile gibt die maximale Gre einer email in bytes an. In diesem
  Fall also 100000bytes (fast 100kb).  Passen Sie den Wert Ihren
  Bedrfnissen an ;-)
  Eine neue Zeile, die die maximale Gre einer email aus 1MB begrenzt,
  sieht so aus:

       0 MaxMessageSize=1048576

  Nachdem Sie die nderungen an der Datei mit ESC :wq abgespeichert
  haben, mssen Sie den Mailserver neu starten, um die nderungen
  wirksam zu machen.

  10.  FAQ - Fragen, die oft gestellt werden

  Hier knnen die Antworten auf Ihre Fragen stehen - Wenn Sie mir eine
  email an hscholz@toppoint.de schicken.

  10.1.  Alle News werden an den Provider zurckgeschickt (aus
  de.comm.uucp)

  Wenn Sie einen lokalen Newsserver benutzen, werden normalerweise die
  von Ihnen geschriebenen Newsartikel per UUCP zum Provider geschickt.
  Wenn der Newsserver fehlerhaft konfiguriert ist, werden alle News,
  auch die von Ihrem Provider an Ihren Provider geschickt.  Sie merken
  dies daran, da sehr viele Zeilen Sending rnews in der
  /var/spool/uucp/Log auftauchen.

  Um das Problem zu lsen, sollten Sie die Header von ein paar
  Newsartikeln lesen. Wenn Sie Netscape (4.0x) benutzen, knnen Sie die
  Header mit "View" -> "Headers" -> "All" sehen.  Besonders interessant
  ist die Path-Zeile, deshalb hier ein Beispiel:

       Path: perikles.toppoint.de!tpki.toppoint.de!news.netuse.de!\
       newsfeed.dpn.de!news-out1.du.gtn.com!news-in2.du.gtn.com!RRZ.Uni-Koeln.DE!\
       fu-berlin.de!news.nordwest.net!not-for-mail

  Der Artikel kommt von news.nordwest.net und wurde ber verschiedene
  Newsserver zu tpki.toppoint.de transportiert.  Perikles.toppoint.de
  ist mein UUCP-Rechner. Ich bekomme meine News per UUCP von
  tpki.toppoint.de.  Notieren Sie den Namen des zweiten Rechners von
  links (hier: tpki.toppoint.de), da dies der Rechner ist, von dem Sie
  Ihre News bekommen.  Editieren Sie nun als User news oder root die
  Datei /var/lib/news/newsfeeds (INN). Diese Datei enthlt die
  Informationen, wer welche News bekommt. Da Ihr UUCP-Partner (Provider)
  die Newsartikel, die er schon hat (wie htte er sie sonst zu Ihnen
  schicken knnen), nicht nochmal bentigt, tragen Sie hinter dem
  Systemnamen Ihres Providers den Namen des Newsservers ein.

       tpki/tpki.toppoint.de:*,!junk,!control:Tf,Wnb,B4096/1024:

  Mein UUCP-Partner heit tpki und der Newsserver der Toppoint heit
  tpki.toppoint.de.

  Da der News-Server auch den Namen news.toppoint.de hat, wre es
  mglich, da die News anstatt tpki.toppoint.de news.toppoint.de
  enthalten.  Da die Toppoint dem Individual Network angehrt, wre
  sogar news.in-kiel.de mglich.  Es ergibt sich also eine ganze Liste
  von Newsservern, deren Artikel nicht zurckgeschickt werden sollen:

       tpki/tpki.toppoint.de, news.toppoint.de, news.in-kiel.de:\
       *,!junk,!control:Tf,Wnb,B4096/1024:

  Die verschiedenen Newsserver werden durch Kommas getrennt aufgelistet.

  11.  ntzliche Hilfsprogramme

  11.1.  Was ist heute schon passiert (Shellprogramm)?

  Ich habe mir ein kleines Programm geschrieben, da mir anzeigt, was
  heute schon im Zusammenhang mit UUCP passiert ist.  Das Programm
  durchsucht die /var/spool/uucp/Log und "grept" alles raus, was heute
  passiert ist ;-).

  uucpstatus.sh:

       #!/bin/sh
       /bin/cat /var/spool/uucp/Log | \
          /usr/bin/grep `date '+%Y-%m-%d'` | \
          grep -e  "Call complete" -e "Receiving rmail" \
               -e "Login successful" -e "Queuing" \
               -e "Handshake" -e "Error" -e "ERROR" -e "Protocol"

  Beispielausgabe:

       uux tpki root (1998-06-17 10:06:29.49 360) Queuing rnews (D.00IK)
       uucico tpki - (1998-06-17 10:06:35.68 362) ERROR: Chat script failed: Got "BUSY"
       uucico tpki - (1998-06-17 10:06:52.05 363) Login successful
       uucico tpki - (1998-06-17 10:06:52.71 363) Handshake successful (protocol 'i' sending packet/window 1024/16 receiving 2048/7)
       uucico tpki mail (1998-06-17 10:06:54.41 363) Receiving rmail newsadmin (552 bytes)
       uucico tpki news (1998-06-17 10:06:54.86 363) Receiving rmail news (3395 bytes)
       uucico tpki mail (1998-06-17 10:06:55.30 363) Receiving rmail newsadmin (3512 bytes)
       uucico tpki uucp (1998-06-17 10:06:55.59 363) Receiving rmail ttt (1085 bytes)
       uucico tpki uucp (1998-06-17 10:06:56.04 363) Receiving rmail newsadmin (1459 bytes)
       uucico tpki uucp (1998-06-17 10:06:56.24 363) Receiving rmail newsadmin (1390 bytes)
       uucico tpki uucp (1998-06-17 10:06:56.66 363) Receiving rmail newsadmin (2431 bytes)
       uucico tpki uucp (1998-06-17 10:06:57.25 363) Receiving rmail ttt (1676 bytes)
       uucico tpki uucp (1998-06-17 10:06:57.38 363) Receiving rmail ttt (1318 bytes)
       uucico tpki mail (1998-06-17 10:06:57.72 363) Receiving rmail newsadmin (661 bytes)
       uucico tpki mail (1998-06-17 10:06:57.76 363) Receiving rmail newsadmin (552 bytes)
       uucico tpki mail (1998-06-17 10:06:58.31 363) Receiving rmail newsadmin (19672 bytes)
       uucico tpki mail (1998-06-17 10:07:00.60 363) Receiving rmail newsadmin (683 bytes)
       uucico tpki mail (1998-06-17 10:08:31.13 363) Receiving rmail newsadmin (1084 bytes)
       uucico tpki - (1998-06-17 10:08:31.32 363) Protocol 'i' packets: sent 91, resent 0, received 452
       uucico tpki - (1998-06-17 10:08:31.46 363) Call complete (101 seconds 720823 bytes 7136 bps)
       uux tpki hscholz (1998-06-17 10:08:56.93 433) Queuing rmail zoc@toppoint.de (D.00IL)
       uux tpki news (1998-06-17 11:00:06.93 665) Queuing rnews (D.00IM)
       uux tpki hscholz (1998-06-17 11:47:22.71 1142) Queuing rmail lars.fruehsorge@ploe.comcity.de (D.00IN)
       uux tpki news (1998-06-17 13:00:03.44 8136) Queuing rnews (D.00IO)

  11.2.  Was ist heute schon passiert (CGI-Skript fr WWW-Server)?

  Das gleiche, was auf der Shell mglich ist, kann man natrlich auch
  als HTML-Seite auf dem eigenen WWW-Server anzeigen lassen.  Es mssen
  dafr nur die Standard-HTML-Header um die Seite herumgebaut werden.

  uucpstatus.cgi:

       #!/bin/sh
       echo "Content-type: text/html"
       echo
       echo
       echo "<html><head><title>UUCP-Statistik</title></head>"
       echo "<body bgcolor=\"#FFFFFF\"><pre>"
       /bin/cat /var/spool/uucp/Log | \
         /usr/bin/grep `date '+%Y-%m-%d'` | \
         grep -e  "Call complete" -e "Receiving rmail" \
           -e "Login successful" -e "Queuing" -e "Handshake" \
           -e "Error" -e "ERROR" -e "Protocol"
       echo "</pre></body></html>"

  Die Ausgabe sieht aus, wie auf der Shell mit dem Unterschied, dass es
  eine HTML-Datei ist.

  12.  Beispieldateien

  In diesen Abschnitt finden Sie "fertige" Dateien fr UUCP.  Sie knnen
  die Dateien per Copy&Paste bernehmen und in
  /var/lib/uucp/taylor_config/ abspeichern.  Nun mssen Sie noch die
  Passwrter, Systemnamen, Devices (Modem, ISDN) und Telefonnummern
  anpassen.  Damit Sie wissen, was Sie ndern mssen, gibt es eine kurze
  Erklrung zu jeder Datei. Kursiv geschriebene Wrter in der Erklrung
  mssen Sie in der jeweiligen Datei anpassen.

  12.1.  UUCP ber TCP

  12.1.1.  call

  Hier mssen Sie den Systemnamen Ihres Providers tpki, Ihren Loginnamen
  perikles und Ihr Passwort asecret eintragen.

       #<system> <login> <passwd>
        tpki perikles asecret

  12.1.2.  config

  Der Nodename Ihres Rechners perikles mu angepasst werden

       nodename perikles

  12.1.3.  port

  Diese Datei knnen Sie unverndert bernehmen.

       port uucp-tcp
       type TCP
       service 540

  12.1.4.  dial

  Diese Datei ist fuer TCP nicht erforderlich und enthlt deshalb nur
  einen Kommentar ;-)

       # Hier ist keine Konfiguration fr UUCP ber TCP ntig

  12.1.5.  sys

  In dieser Datei drfen Sie natrlich wieder den Systemnamen tpki durch
  den Systemnamen Ihres Providers ersetzen.  Die address-Zeile sollte
  den FQDN (Full Qualified Domain Name) des Rechners von Ihrem Provider
  enthalten.

       call-login *
       call-password *
       pubdir /var/spool/uucppublic
       chat-timeout 20
       time any
       success-wait 600
       commands rmail rnews
       command-path /usr/lib/news/bin/ /usr/bin
       system tpki
       #
       port uucp-tcp
       protocol tig
       #Hier den Systemnamen im Format systemname.provider.de eintragen
       address tpki.toppoint.de
       chat ogin: \L word: \P

  12.2.  UUCP per Modem

  12.2.1.  call

  Hier mssen Sie den Systemnamen Ihres Providers tpki, Ihren Loginnamen
  perikles und Ihr Passwort asecret eintragen.

       #<system> <login> <passwd>
        tpki perikles asecret

  12.2.2.  config

  Der Nodename Ihres Rechners perikles mu angepasst werden

       nodename perikles

  12.2.3.  port

  Stellen Sie sicher, da /dev/modem auf ihr Modem (z.B. /dev/ttyS0)
  zeigt oder tragen Sie Ihr Modem-Device ein.

       port modem
       device /dev/modem
       speed 38400
       dialer modem

  12.2.4.  dial

  In dieser Datei werde unter anderem auch die Modem-Init-Strings
  definiert.  Falls Sie spezielle Init-String bentigen, tragen Sie
  diese hier ein.

       dialer modem
       chat "" ATZ OK ATDT\D CONNECT
       chat-fail BUSY
       chat-fail NO\sCARRIER
       chat-fail ERROR
       chat-fail NO\sDIALTON
       chat-fail SYSTEM\sSUSPEND
       carrier-wait 60
       dtr-toggle true
       complete \d\d+++\d\dATH\r\c
       abort \d\d+++\d\dATH\r\c

  12.2.5.  sys

  In dieser Datei drfen Sie natrlich wieder den Systemnamen tpki durch
  den Systemnamen Ihres Providers ersetzen.  Das phone 0431123123
  ersetzen Sie bitte durch die Telefonnummer Ihres Providers. Falls Sie
  Ihr Modem an einer Nebenstellenanlage betreiben, tragen Sie hier ein
  0,0431123123 ein.

  call-login *
  call-password *
  pubdir /var/spool/uucppublic
  chat-timeout 20
  time any
  success-wait 600
  commands rmail rnews
  command-path /usr/lib/news/bin/ /usr/bin
  system tpki
  #
  port modem
  chat ogin: \L word: \P
  protocol ig
  # hier bitte die Telefonnummer anpassen
  phone 0431123123

  protocol-parameter i window             7
  protocol-parameter i packet-size        2048
  protocol-parameter i startup-retries    16
  protocol-parameter i init-retries       8
  protocol-parameter i init-timeout       10
  protocol-parameter i retries            3
  protocol-parameter i timeout            20
  protocol-parameter i garbarge           20000
  protocol-parameter i errors             256
  protocol-parameter i error-decay        8
  protocol-parameter i remote-window      0
  protocol-parameter i remote-packet-size 0
  protocol-parameter i short-packets      true

  12.3.  UUCP per ISDN

  12.3.1.  call

  Hier mssen Sie den Systemnamen Ihres Providers tpki, Ihren Loginnamen
  perikles und Ihr Passwort asecret eintragen.

       #<system> <login> <passwd>
        tpki perikles asecret

  12.3.2.  config

  Der Nodename Ihres Rechners perikles mu angepasst werden

       nodename perikles

  12.3.3.  port

  Stellen Sie sicher, da /dev/modem auf ihr Modem (z.B. /dev/ttyS0)
  zeigt oder tragen Sie Ihr Modem-Device ein.

  port ttyI0
  device /dev/ttyI0
  speed 115200
  dialer ttyI0

  12.3.4.  dial

  Hier ersetzen Sie bitte die MSN 81239 durch Ihre MSN.

       dialer ttyI0
       chat "" ATZ OK AT&E81238 OK \d ATD\D CONNECT
       chat-fail BUSY
       chat-fail NO\sCARRIER
       chat-fail ERROR
       chat-fail NO\sDIALTONE
       chat-fail SYSTEM\sSUSPEND
       carrier-wait 60
       dtr-toggle true
       complete \d\d+++\d\dATH\r\c
       abort \d\d+++\d\dATH\r\c

  12.3.5.  sys

  In dieser Datei drfen Sie natrlich wieder den Systemnamen tpki durch
  den Systemnamen Ihres Providers ersetzen.  Das phone 0431123123
  ersetzen Sie bitte durch die Telefonnummer Ihres Providers.

       call-login *
       call-password *
       pubdir /var/spool/uucppublic
       chat-timeout 20
       time any
       success-wait 600
       commands rmail rnews
       command-path /usr/lib/news/bin/ /usr/bin
       system tpki
       #
       port ttyI0
       chat ogin: \L word: \P
       protocol ig
       # hier bitte die Telefonnummer anpassen
       phone 0431123123

       protocol-parameter i window             7
       protocol-parameter i packet-size        2048
       protocol-parameter i startup-retries    16
       protocol-parameter i init-retries       8
       protocol-parameter i init-timeout       10
       protocol-parameter i retries            3
       protocol-parameter i timeout            20
       protocol-parameter i garbarge           20000
       protocol-parameter i errors             256
       protocol-parameter i error-decay        8
       protocol-parameter i remote-window      0
       protocol-parameter i remote-packet-size 0
       protocol-parameter i short-packets      true

